#2 Portfolio-Makeover 2.0 – Alles auf Aktien?
Shownotes
Katharina ist zurück aus den USA – im Gepäck: frische Insights von Konferenzen und Unternehmensbesuchen. Wie immer dreht sich bei ihr alles um Aktien! Doch in der zweiten Ausgabe kommt eine neue Komponente ins Spiel: Anleihen. Schafft es Julia, die „Alles-auf-Aktien“-Verfechterin Katharina für diese Anlageklasse zu begeistern? Anleihen können mehr, als viele denken: Sie sind nicht nur eine zusätzliche Renditequelle, sondern können auch ein stabilisierender Faktor im Portfolio sein – aktuell mit besonders interessanten Perspektiven. Am Ende geht’s wie immer um das große Ziel: Chancen clever nutzen und Risiken im Griff behalten.
Quellenangaben:
World Market Portfolio 2025, Statestreet: https://www.ssga.com/de/en_gb/institutional/insights/global-market-portfolio, Stand: September 2025
Rating-Herabstufung Frankreich: https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-09-15/fitch-senkt-frankreich-rating-aus-mehreren-grunden-anleihen-weiten-verluste-aus
Volatilität: Bloomberg, Stand 29.9.2025
Renditeerwartungen Aktien/Anleihen: DWS Long View Q2 2025, https://www.dws.com/en-ch/insights/global-research-institute/long-view-q2-2025/
© 2025 DWS International GmbH
Stand: 30.09.2025
CRC 107614 (09/2025)
Transkript anzeigen
00:00:00: My
00:00:00: Financial Voice.
00:00:03: My Financial Voice.
00:00:04: Mit den Formmanagerinnen Julia Hilgers und Katharina Seiler.
00:00:07: My Financial Voice.
00:00:10: Katharina, schön, dass du wieder da bist.
00:00:12: Wie war deine Dienstreise in die USA?
00:00:16: Ja, die war super spannend, allerdings natürlich vollgeparkt, hatte unterschiedliche Konferenzen besucht, auch Unternehmensbesuche, viel gesprochen.
00:00:25: Insgesamt super cool.
00:00:26: Schön.
00:00:27: Und hattest du irgendwelche Aha-Momente?
00:00:30: Ja, auf jeden Fall.
00:00:31: Da weiß ich, ich bin nicht nur Aktienform-Managerin, sondern auch verantwortlich für Konsumbereich.
00:00:36: Da schaue ich genau hin.
00:00:38: Ja, wir nennen das Analystin.
00:00:40: Und da sind schon einige Sachen mir aufgefallen.
00:00:43: Erstens.
00:00:44: KI ist tatsächlich am Wendepunkt auch in meinem Bereich, wo Unternehmen davon berichten, dass sie Kosteneffizienzen rausnehmen.
00:00:53: Und Profitabilität steigen zum Beispiel, wenn sie AI, also KI-Agenten einsetzen, Start-Servicekräften.
00:01:00: Und das zweite, man muss schon sagen, dass insgesamt Konsument ein bisschen sich abschwächt.
00:01:07: Und das merkt man auch, wenn man mit einzelnen Unternehmen spricht, ein Finanzdirektor berichtete davon, dass zum Beispiel in demokratischen Staaten Besuche von Restaurants deutlich seltener geworden sind als in republikanischen.
00:01:22: Polarisierung durch politische Unsicherheit ist größer und das ist natürlich nicht gut insgesamt für Konsum, Konsumenten und für die Wirtschaft.
00:01:31: Also bleiben wir bei unserem Thema.
00:01:33: Diversifikation ist alles.
00:01:35: Ja, das stimmt.
00:01:36: Also es zeigt so ein bisschen noch, was wir letztes mal gesprochen haben.
00:01:39: Also man sollte definitiv diversifizieren.
00:01:42: Und wenn wir jetzt heute von Diversifikation sprechen wollen, dann sollten wir uns mal nicht nur die Regionen angucken, sondern vor allem auch die Assetklassen.
00:01:50: Also online.
00:01:52: sind echt super
00:01:53: spannend.
00:01:54: Vor allem jetzt, wo es bei Anleihen wieder richtig was zu holen gibt.
00:01:58: Echt?
00:01:59: Du weißt doch, ich bin ein absoluter Alles-Auf-Aktien-Mensch.
00:02:02: Ja,
00:02:02: ich weiß, ich kenne dich ja.
00:02:03: Deswegen bin ich auch echt gespannt, ob ich dich heute auch mal ein kleines bisschen für Anleihen begeistern kann.
00:02:11: Denn Anleihen sind wirklich eine wichtige Renditequelle im Portfolio bzw.
00:02:18: können eine wichtige Renditequelle sein und vor allem können sie das Portfolio breiter aufstellen.
00:02:25: Und vor allem eben jetzt interessant, wo auch die Rendite Aussichten wieder besser geworden sind.
00:02:30: Und ich meine, letztlich geht es uns ja immer darum, wir wollen uns breit aufstellen, wir wollen die Chancen bestmöglich nutzen und die Risiken, so gut es geht, reduzieren.
00:02:43: Na gut, dann lass uns heute erklären den Unterschied zwischen Aktien und Anleihen und auch was für Rendite-Aussichten und eventuell auch die Risiken von diesen beiden Assetklassen sind.
00:02:54: Ja, super!
00:02:55: Dann lass uns mal starten.
00:02:57: Also ich habe mir mal das aktuelle State Street World Market Portfolio angeschaut, um einfach mal zu sehen, wie bedeutend sind denn Aktien und Anleihen überhaupt noch.
00:03:09: Und dieses Weltmarkt Portfolio ist letztlich einfach nur eine Aggregation von allen investierbaren Anlagen, die es so auf dem Kapitalmarkt gibt.
00:03:19: Und wenn man sich das jetzt eben genau anguckt, dann haben wir circa vierundvierzig Prozent Aktien und zweiundvierzig Prozent Anleihen, also beides zusammengerechnet ungefähr eighty-fünf Prozent.
00:03:32: Das ist ja schon ziemlich bedeutend.
00:03:33: Das war historisch schon mal höher, aber nicht so trotz Anleihen und Aktien sind insgesamt zwei Hauptassetklassen.
00:03:42: Ja, absolut.
00:03:43: Aber bevor wir jetzt so ein bisschen tiefer einsteigen, lass uns vielleicht erst mal so mit diesen ganzen Begrifflichkeiten aufräumen.
00:03:49: Ja,
00:03:49: Aktien kennt irgendwie jeder, denke ich.
00:03:52: Aber mit Anleihen, da müssen wir noch genau definieren.
00:03:56: Es gibt so viele Begriffe wie Fix-Income, Anleihen, Renten.
00:04:00: Ja,
00:04:00: absolut.
00:04:01: Da kannst du echt ein bisschen durcheinander kommen.
00:04:03: Muss ich zugeben, war für mich am Anfang auch, ehrlich gesagt, ein bisschen verwirrend.
00:04:06: Aber eigentlich ist es total einfach.
00:04:09: Also Anleihen, Renten und Fix-Income werden im Grunde immer synonym benutzt.
00:04:16: So
00:04:17: ganz richtig ist das aber nicht.
00:04:19: Denn Fix-Income ist eigentlich nur der Oberbegriff für alle Wertpapiere, die regelmäßige Zahlungen leisten.
00:04:29: Also eben festverzinslich sind.
00:04:31: Und das sind zum Beispiel Anleihen, aber eben auch Geldmarktpapiere.
00:04:36: Also Anleihen sind nur ein Beispiel von Fixed Income.
00:04:40: Ja, richtig, genau.
00:04:41: Und Renten hat im Übrigen auch überhaupt gar nichts mit Altersvorsorge zu tun, sondern wenn man den Begriff Renten vorhört, dann ist es letztlich ein Synonym für den Anleihenmarkt.
00:04:54: Also hier geht es nicht um irgendwelche Rentner, die investieren sollen oder man investiert in irgendwelche Rentner, so ist es nicht.
00:05:01: Super, dann lass uns mal tiefer einsteigen.
00:05:03: Ja, also um jetzt den Unterschied wirklich zwischen Aktien und Anleihen zu verstehen, lass uns doch mal ein Beispiel nehmen.
00:05:10: Stellen wir uns vor, wir beide haben ein Unternehmen gegründet.
00:05:14: Das finde ich cool.
00:05:15: Zum Beispiel mit Flugtaxen oder sogar mit Robotern, die unser Haushalt erledigen.
00:05:21: Ja,
00:05:21: das könnte ich auch echt gut gebrauchen, aber was auch immer.
00:05:24: Also wir haben unser eigenes Geld bereits investiert.
00:05:29: Das ist dann unser Eigenkapital.
00:05:31: Aber unser Unternehmen läuft so richtig gut und wir wollen weiter wachsen.
00:05:35: Wie können wir mehr Eigenkapital bekommen?
00:05:39: Zum Beispiel, indem wir an die Börse gehen und Teil unserer Anteile verkaufen, an die Investoren.
00:05:46: Und die Investoren können unsere Aktien kaufen und damit auch Mitspracherecht bekommen.
00:05:52: Genau, das ist die eine Seite.
00:05:54: Aber... Wenn wir jetzt nicht noch mehr Anteile abgeben möchten, weil wir auch die Mehrheit der Anteile von unserem Unternehmen für uns selbst behalten wollen, aber wir brauchen immer noch mehr Geld, wir wollen uns zum Beispiel eine neue Maschine kaufen, dann können wir uns eben Geld leihen und dafür würden wir Anleihen begeben.
00:06:18: Das heißt, wir fragen einfach die Leute, uns das Geld auszuleihen für eine bestimmte Zeit.
00:06:23: Und nach dieser Zeit zahlen wir das, was wir ausgeliehen haben, auch zurück.
00:06:27: Richtig, ganz genau.
00:06:28: Nur dann haben die eben kein Mitspracherecht.
00:06:30: Und weil sie kein Mitspracherecht haben, wollen sie dafür natürlich auch irgendetwas bekommen.
00:06:35: Das heißt, sie wollen dafür, dass sie uns Geld geben, zinsen.
00:06:39: Und das müssen wir direkt von Anfang an vereinbaren.
00:06:42: Also zum Beispiel, die geben uns heute Und wir müssen ihnen in einem Jahr einhundert Euro zurückzahlen.
00:06:51: Was heißt das dann in Zinsen?
00:06:54: Der Gewinn ist ja dann letztlich die hundert minus die acht neunzig, also zwei Euro auf ein Jahr und das entspricht dann ungefähr einer Rendite von zwei Prozent.
00:07:04: Also bei Aktien sprechen wir von Eigenkapital und bei Anleihen sprechen wir von einem Frontkapital.
00:07:13: Wichtig ist, dass ein Kapital bleibt im Unternehmen erhalten, das wird auch nie zurückgezahlt.
00:07:19: Ja, richtig, ganz genau.
00:07:20: Also das Fremdkapital, also dieses geliehende Geld ist letztlich ja immer an eine Laufzeit gebunden.
00:07:27: Das heißt nach, eben hatten wir ein Jahr, aber häufig ist es auch ein bisschen länger, also nach zum Beispiel fünf Jahren müsste das Unternehmen, also wir im Moment ja noch, dann eben auch das Geld zurückzahlen.
00:07:40: Okay, lass uns einen Perspektivenwechsel machen und schauen, was Investoren davon eigentlich haben.
00:07:47: Jetzt sind wir in der Haut von Investoren.
00:07:50: Okay,
00:07:50: ja unbedingt ist ja auch eigentlich eher unser Job.
00:07:53: Wir wollten ja hier auch keine Tipps für Start-ups geben, sondern sagen, wie man eben sein Geld am besten anlegt.
00:07:58: Das heißt, lass uns mal schauen, was passiert denn eigentlich, wenn wir Aktien oder Anleihen gekauft haben?
00:08:05: Lass uns mal mit Aktien starten.
00:08:07: Bei Aktien kann die Rendite aus zwei Quellen kommen.
00:08:10: Erstens, Kursgewine und zweitens Dividende.
00:08:12: Allerdings wird Dividende nicht von allen Unternehmen gezahlt.
00:08:15: Aber Kursentwicklung gibt es bei allen Unternehmen.
00:08:19: Und es spiegelt letztendlich die Erwartung eines Unternehmens, wie sich das entwickelt, wie Unternehmenswert in der Zukunft.
00:08:26: sein wird.
00:08:28: Und es kann natürlich auch steigend unterfallen.
00:08:31: Je nach der Nachrichtenlage, zum Beispiel, wenn ein Unternehmen gut wächst, sich superentwickelt an den Märkten, dann kann das auch positiv zur Kussentwicklung beitragen.
00:08:42: Und wenn es irgendwelche schlechten Nachrichten gibt, kann es auch negative Auswirkungen auch den Kurs haben und dann kann der Kurs auch fallen.
00:08:50: Also das heißt, hier geht es jetzt insbesondere um die Erwartungen.
00:08:54: und wie ist das mit der Dividende?
00:08:56: Ein Dividende ist letztendlich eine Gewinnbeteiligung.
00:08:59: Ein Unternehmen legt es fest und das ist unabhängig von dem Kurs der Aktie.
00:09:05: Und das ist sozusagen ein Bonus an die Aktionäre.
00:09:10: Und es wird einmal im Jahr oder vierteljährlich ausbezahlt.
00:09:15: Na ja, gut.
00:09:15: Also dagegen scheinen jetzt Anleihen ja erst mal so ein bisschen langweilig.
00:09:20: Aber ehrlich gesagt, im positiven Sinne.
00:09:23: Ja, denn bei Anleihen werden die Zahlungen ja direkt zu Beginn der Laufzeit festgestellt.
00:09:29: Also du weißt direkt am Anfang schon, was du am Ende rausbekommst.
00:09:33: Und in der Regel kriegst du zwischendurch auch noch fest vereinbarte Zinszahlungen, die sogenannten Coupons.
00:09:40: Können wir uns das dann so vorstellen, ich habe einen Freund, der möchte unbedingt einen Fahrrad kaufen, aber hat aktuell kein Geld.
00:09:49: Und ich leih mal neunhundertachzig Euro aus und in fünf Jahren zahlte mir tausend Euro zurück.
00:09:56: Allerdings zwischendurch, also jedes Jahr, möchte er sich bei mir bedanken und zahlt mir zusätzlich zehn Euro als Dankeschön.
00:10:04: Ja,
00:10:04: ganz genau, so kann man sich das vorstellen.
00:10:07: Nur ist es jetzt natürlich dann in der Anleihenwelt diese zehn Euro als kleines Dankeschön.
00:10:13: Das ist jetzt keine freiwillige Zahlung, sondern das ist genau vorher ganz genau festgelegt.
00:10:19: Und dann ist das eben eine Coupon-Anleihe.
00:10:22: Das ist eigentlich super praktisch.
00:10:24: Das fühlt sich so an wie ein zusätzliches Einkommen.
00:10:27: Denn davon könnte man auch so ein Streaming-Abo bezahlen.
00:10:31: Aber gibt es insgesamt irgendwelche Risiken, die man beachten soll bei dieser... Ganz'n Geschichte?
00:10:37: Ja, absolut.
00:10:38: Also, hundert Prozent sicher sind Anleihen jetzt auch nicht.
00:10:42: Denn es gibt eben dieses so genannte Ausfallrisiko.
00:10:46: Denn im allerschlimmsten Fall kann das Unternehmen eben am Ende der Laufzeit das Geld, was es sich geliehen hatte, nicht mehr zurückzahlen.
00:10:55: Und das ist jetzt auch genau der Knackpunkt.
00:10:58: Also, je sicherer eine Anleihe ist, je besser das Unternehmen da steht, Also sprich, je unwahrscheinlicher es ist, dass das Unternehmen das Geld nicht zurückzahlen kann, um so weniger Zinsen kriegt man eben letztlich.
00:11:16: Wie stellen wir denn fest, ob eine Anleihsicher- oder Unsicher-ist?
00:11:21: Dafür gibt es ja sogenannte Rating-Agenturen.
00:11:23: Also Moody's, S&P oder auch Fitch.
00:11:27: Die bewerten die, das nennt man eben, Kreditwürdigkeit der Unternehmen.
00:11:32: Also eben, wie wahrscheinlich ist es?
00:11:34: dass sie ihre Schulden dann auch zurückzahlen können.
00:11:36: Und das nennt man Bonität.
00:11:38: Im Grunde ist es wie die Schuferauskunft, die Kreditwürdigkeit von Privatleuten bewertet.
00:11:44: Ja, richtig, ganz genau.
00:11:45: Und ein Unternehmen mit einer höheren Bonität kann sich dann eben zu günstigereren Konditionen Geld leihen als eins mit niedriger Bonität.
00:11:56: Bei dem dann eben auch die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass die Schulden am Ende nicht zurückgezahlt werden können.
00:12:01: Das ist letztendlich wie beim Hausbau.
00:12:04: Wer viel Eigenkapital hat und sicheres Einkommen hat, erhält auch gute Bonetät, gute Bewertung.
00:12:10: Und wer eher auf Wackelingenbeinen steht und vielleicht nie so viel verdient und kein Eigenkapital hat, der erhält dann auch am Ende schlechtere Einstufung und dafür verlangt die Bankhöhre Zinsen, damit sie sich im Falle des höheren Risikos entschädigen kann.
00:12:25: Genau,
00:12:25: absolut.
00:12:26: Und bei Unternehmen und Staaten funktioniert das letztlich ganz genau so, ja?
00:12:31: Also diese Rating-Agenturen, die schauen sich die Unternehmen und Staaten ganz genau an, wie stabil eben die Finanzen sind, Wie zuverlässig diese Rückzahlung erscheint.
00:12:41: Und dann vergeben Sie dieses Rating.
00:12:44: Und das Rating ist dann auch für alle öffentlich einsehbar.
00:12:48: Jetzt hast du auch noch die Statten erwähnt.
00:12:50: Und das Interessante ist, dass die Statten leihen sich bei Bürgern.
00:12:55: Das gilt seit Mittelalter.
00:12:57: Das ist sogar älter als bei Aktien.
00:12:59: Ja, siehst du mal?
00:13:00: Also, online sind auf jeden Fall the place to be.
00:13:04: Denn, klar, letztlich, also auch Staaten brauchen ja Geld.
00:13:07: Also, wenn jetzt zum Beispiel in Deutschland dieses riesengroße Infrastrukturpaket beschlossen wurde, dann braucht Deutschland ja irgendwo Herr Geld.
00:13:16: Stellt sich die Frage, wo soll das herkommen?
00:13:19: Wer kann Deutschland das Geld geben?
00:13:22: Und na ja, gut, dafür müssen sie sich Geld leihen.
00:13:25: Also, der Staat begibt dann online.
00:13:28: Also welche Arten von Anleihen gibt es insgesamt?
00:13:30: Du hast schon Staatsanleihen erwähnt, Unternehmensanleihen, was gibt es noch?
00:13:34: Richtig,
00:13:34: glaube ich, ganz grob kann man schon sagen, es gibt Staatsanleihen, das sind sogenannte Government bonds und letztlich begeben alle Länder Anleihen.
00:13:44: Also sowohl die Develop Markets, also die entwickelten Ländern, als auch die Emerging Markets, die Schwellenländer.
00:13:51: Und dann gibt's die große Kategorie an Unternehmensanleihen, die sogenannten Corporates.
00:13:57: Die kann man dann eben nochmal unterteilen in die Investment-Grade-Anleihen.
00:14:02: Also das sind die mit der höheren, mit der besseren Bonität und in sogenannte High-Yield-Anleihen.
00:14:10: Das sind die mit dem höheren Risiko.
00:14:12: High-Yield, das klingt schon ziemlich abgehoben, kannst du es ein bisschen genauer klären?
00:14:16: Ja, ganz einfach, ja.
00:14:18: Also High-Yield heißt ja hoher Ertrag.
00:14:21: Und das höhere Risiko wird eben durch einen höheren Zins ausgeglichen.
00:14:27: Also mehr Risiko bedeutet also auch mehr Rendite, aber eben ganz genau auch umgekehrt.
00:14:33: Du hast von Risiko gesprochen, letztendlich ist es abhängig von der Bonität.
00:14:37: Was gibt es für andere Einflussfaktoren?
00:14:40: Um jetzt die Einflussfaktoren auf die Zinsen und die Anleihen genau zu beschreiben, müsste ich dann letztlich noch mal die staubige Volkswirtin hier rausholen.
00:14:48: Aber versprochen.
00:14:49: Ich mache es diesmal wirklich ganz, ganz kurz.
00:14:51: Also es gibt letztlich drei wichtige Einflussfaktoren auf Anleihen.
00:14:57: Das ist eben die Bonität, das ist die Laufzeit.
00:15:01: Und das ist das allgemeine Zinsniveau.
00:15:04: Ich glaube über Bonität haben wir jetzt echt schon ausführlich gesprochen.
00:15:08: Genau, und Laufzeit ist letztendlich wie lange Laufsäune anleihen.
00:15:12: Wir haben schon gesagt, die hat begrenzte Laufzeit.
00:15:15: Richtig.
00:15:15: Und wenn ich Geld für zehn Jahre ausleihen, dann möchte ich natürlich ein bisschen mehr Risikoprämie haben.
00:15:22: Und wenn es für kürzere Zeit ist, dann kriegt man auch automatisch dann wahrscheinlich niedrigeren Zinssatz.
00:15:29: Ja, klar, ne?
00:15:29: Wenn ich was länger laie, ist das Risiko reicher, letztlich auch wieder.
00:15:33: Möchte ich also mehr.
00:15:34: Geld dafür bekommen, als wenn es nur ganz begrenzt ist.
00:15:37: Und dann als dritten Punkt haben wir ja noch das allgemeine Zinsniveau.
00:15:41: Und das wird maßgeblich durch die Zentralbankpolitik beeinflusst, also bei uns durch die Europäische Zentralbank.
00:15:48: Und so entsteht eine Orientierungsgröße für den Zinssatz für alle Anleihen.
00:15:54: Als Basis dient hier im Grunde der risikofreie Zins.
00:15:59: Und jetzt halte ich fest, das ist in Europa tatsächlich die deutsche Bundesanleihe.
00:16:07: Ob die
00:16:07: jetzt hundert Prozent sicher ist, sei mal dahingestellt.
00:16:12: Aber auf jeden Fall hat sie das beste Rating.
00:16:15: Ja, das stimmt, ja.
00:16:17: Und die Risikoaufschläge, von denen wir jetzt immer gesprochen haben, die werden im Grunde auf diese Basis dann draufgerechnet.
00:16:25: Also um das mal ein bisschen zu verdeutlichen.
00:16:28: Für eine zehnjährige deutsche Bundesanleihe bekommt man Stand September, zwanzig, fünfzwanzig, ca.
00:16:36: zwei Komma sieben Prozent Zinsen.
00:16:38: Für eine zehnjährige französische Anleihe bekommt man zur genau gleichen Zeit ca.
00:16:45: drei Komma fünf Prozent Zinsen.
00:16:48: Die Differenz dazwischen, also zwischen zwei Komma sieben und drei Komma fünf sind ja Null Komma acht Prozent Punkte.
00:16:56: Und das ist dieser Risikoaufschlag.
00:16:58: Und bei uns nennt man das Spread.
00:17:00: Und wenn der größer wird, dann nennt man das Spreadausweitung.
00:17:04: Das ist wahrscheinlich eineseits auch die Chance.
00:17:07: Also man geht davon aus, dass in Frankreich Unsicherheit herrscht.
00:17:12: Und letztendlich spiegelt das auch der Anleihenmarkt.
00:17:16: Und Menschen sagen, ja, vielleicht die Schulden, die Frankreich trägt, das sind erhebliche Schulden.
00:17:22: wenn politische Lage unsicher ist, dann vielleicht ist unsicher, dass sie es zurückzahlen.
00:17:27: Aber für bestimmte Menschen, die sagen, ja, ich glaube in Frankreich, ja, es wird schon sich legen, investiere ich mit so einem höheren Zins.
00:17:35: Aber natürlich mit dem Risiko, dass vielleicht doch was schiff gehen kann als in Deutschland.
00:17:39: Richtig, ganz genau.
00:17:40: Und das haben eben auch die Rating-Agenturen so gesehen, ja.
00:17:43: Und deswegen hat auch die Rating-Agentur Fitch im September Frankreich um eine Ratingstufe herabgesetzt.
00:17:53: Also die Kreditwürdigkeit sozusagen eine Stufe schlechter gestellt.
00:17:57: Die sind immer noch sehr, sehr hochgerätet, aber dennoch hat sowas wirklich direkte Folgen.
00:18:02: Durch diese Herabstufung ist eben der Spread von Frankreich zu Deutschland dann eben auch gestiegen.
00:18:09: Das heißt also letztlich, wenn du schon vorher eine französische Anleihe gekauft hattest.
00:18:15: Wenn du sie bis zur Fälligkeit behältst, Bekommst du natürlich immer noch deine Zinsen gezahlt.
00:18:21: Fähigkeit
00:18:21: heißt bis zum Schluss,
00:18:23: bis zum Ende der Laufzeit.
00:18:24: Richtig, ganz genau.
00:18:25: Nur, wenn du sie vorher schon verkaufen möchtest, dadurch, dass sich dieser Risikoaufschlag erhöht hat und du sie jetzt verkaufen möchtest, würdest du jetzt weniger Geld dafür bekommen.
00:18:36: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:18:38: Man muss die Anleihe gar nicht bis zur Fähigkeit oder zum Schluss halten.
00:18:42: Man kann sie auch zwischendurch verkaufen.
00:18:45: Sie handelt genauso wie eine Aktie am Kapitalmarkt.
00:18:48: Aber natürlich hat sie auch unterschiedliche Kurschwankungen, die unterschiedlichen Einflussfaktoren unterlegen sind.
00:18:54: Der Grund, warum Anleihen auch schwanken, liegt eben daran, wie wir jetzt gerade gesehen haben, wenn man vielleicht irgendwo eine bessere Anlagemöglichkeit für sein Geld sieht, dann geht man vielleicht aus diesem Markt raus und deswegen schwanken auch die Preise im Laufe der Zeit.
00:19:12: Und hier ist das eben letztlich auch eine Funktion von Angebot.
00:19:17: und Nachfrage.
00:19:19: Der wichtigste Zusammenhang hier, den man sich auch wirklich merken sollte, ist, wenn die Zinsen steigen, also jetzt war es ja, dass der Risiko-Aufschlag steigt, aber ganz allgemein, wenn die Zinsen steigen, dann fällt der Preis, also fällt der Kurs.
00:19:37: Okay, hier nochmal nachzuhaken.
00:19:39: Machen wir ein Beispiel.
00:19:40: Wenn die Zinsen zum Beispiel von zwei Prozent auf drei steigen, Menschen, die früher eine Anleihen gehalten haben mit zwei Prozent sagen, oh, jetzt gibt's was Cooleres.
00:19:50: Für drei Prozent kann ich jetzt anlegen und verkaufen die alten Anleihen mit zwei Prozent.
00:19:56: Und deshalb fallen die Preise, weil viele Menschen dann verkaufen die alten Anleihen und möchten die neuen kaufen.
00:20:02: Und wenn es umgekehrt ist, wenn die Zinsen fallen, das heißt von drei Prozent zum Beispiel auf zwei, dann sagen Menschen, oh, jetzt gibt es für mein Geld nur weniger Zinsen.
00:20:12: Ich möchte durch die alten Anleihen haben und die Nachfrage nach alten Anleihen steigt, dann steigen die alten Anleihen.
00:20:18: Ganz genau so sieht es letztlich aus, nur dass es nicht zwingend der Coupon ist, der steigen muss oder fallen muss, sondern letztlich die gesamte Zinszahlung, die man erhält.
00:20:29: Aber jetzt haben wir echt ganz schön lange über Anleihen gesprochen, ne?
00:20:32: Ich würde sagen, lass uns nochmal zur Aktien zurückkommen.
00:20:35: Absolut.
00:20:35: Und wie bei Anleihen gilt es auch hier, wenn man höhere Rendite erwartet, soll man schon mit höherem Risiko rechnen.
00:20:44: Und wir unterscheiden zwischen Aktien in Bezug auf Wachstum, zum Beispiel es gibt Wachstumaktien, das ist meistens auch Aktien aus dem Technologisektor, die sind auch abhängig davon, wie günstig frisches Kapital ist.
00:21:01: Also das,
00:21:02: was gerade wieder haben will, eigentlich.
00:21:03: Ja,
00:21:03: genau.
00:21:04: Weil die natürlich wachsen möchten und die brauchen immer wieder frisches Kapital.
00:21:08: Das heißt, wenn die Zinsen steigen, das ist was du gesagt hast, reagieren die auch sehr sensibel, können auch mit Kurschwanken reagieren.
00:21:15: Und da gibt es noch Value- oder Substanzaktien.
00:21:19: Und da sind etablierte Unternehmen.
00:21:22: Vielleicht wachsen die ein bisschen weniger, zahlen auch öfter Dividende, weil sie schon länger am Markt sind.
00:21:29: Und die können auch schwanken, wenn Konjunktur sich abschwägt.
00:21:33: Aber grundsätzlich sind die deutlich stabiler.
00:21:37: Okay, also das ist ja letztlich jetzt die Aufteilung zwischen Gross und Value.
00:21:42: Aber die Unternehmensgröße spielt ja auch eine Rolle, ne?
00:21:46: Absolut.
00:21:47: Und da unterscheiden wir zwischen Kleinkapitalisierten, also Small Caps.
00:21:51: Da sind meistens Unternehmen, die stärker wachsen.
00:21:56: Und es gibt auch Midcaps, die sind eventuell ausbalanciert von dem Wachstum.
00:22:02: Und es gibt Lodgecaps, das ist wiederum etablierte Unternehmen, die schon länger an der Börse sind.
00:22:08: Aber die können sowohl Value als auch Gross sein, das, was ich eben erklärt habe.
00:22:14: Zum Beispiel, es gibt auch sehr viele große Technologieunternehmen, sehr stark wachsen.
00:22:18: Aber es gibt auch sehr viele etablierte Unternehmen, die vielleicht aus dem Konsumerbereich auch kommen.
00:22:24: Also gross value und dann, wenn es um die Größe geht, small, klein, mit, mittel, large, groß.
00:22:32: Genau.
00:22:33: Und ganz wichtig bei allen diesen Bereichen, die wir unterscheiden, natürlich die Schwankungsintensität.
00:22:39: Wir gucken uns immer an, welche Unternehmen eher anfällig sind für Schwankungen und dass es bei Wachstumsaktien eher der Fall ist und da auch bei small und mid caps, während bei Substanzwerten ist es eher weniger.
00:22:53: Genau so wie bei Large Caps.
00:22:55: Insgesamt schwanken Aktien schon wirklich ganz schön stark.
00:23:00: Ich erinnere mich an den so genannten Liberation Day, Anfang April diesen Jahres, als Trump die Zölle angekündigt hat.
00:23:09: Da sind die Aktienmärkte jetzt mal gemessen am weltweiten Aktienmarktindex MCI World.
00:23:17: Innerhalb von drei Tagen ... zwischenzeitlich um vierzehn Prozent eingebrochen.
00:23:23: Das ist ja schon ganz schön starker Kursverlust, ganz schön starke Schwankung.
00:23:27: Und das ist ein Paradebeispiel für die Volatilität.
00:23:31: Und die Volatilität ist my financial buzzword.
00:23:36: Die Volatilität erklärt letztendlich, wie Stamm deren Dieteschwankung ist.
00:23:42: Und wenn wir uns den breiten Markt anschauen.
00:23:46: Also den MSR World.
00:23:47: Genau.
00:23:47: Der ist in den letzten zehn Jahren um fünfzehn Prozent geschwankt.
00:23:53: Das ist letztendlich wie mit dem Puls.
00:23:55: An normalen Tag schlägt unser Herz vielleicht mit siebzig Schlägen pro Minute.
00:24:00: Ja?
00:24:01: Während wir schlafen bei fünfzig.
00:24:03: Und wenn es nervöser Aufregender auf den Aktienmärkten ist, dann vielleicht ist mein Puls auch schon bei Hundertsechzig.
00:24:10: Bis zu Hundertsechzig, ja, kann ich mir vorstellen.
00:24:13: Es ist echt ein cooles Beispiel.
00:24:14: Und wenn wir das uns jetzt mal auf die Online übertragen, dann würde ich da sagen, geht der maximale Puls vielleicht eben nur bis Hundertzwanzig hoch, ja?
00:24:24: Also... Das heißt, die Volatilität, diese Schwankungsintensität von Anleihen, die ist wirklich deutlich geringer.
00:24:31: Und wenn wir uns das mal über die letzten zehn Jahre anschauen, dann war die Schwankungsintensität von europäischen Staatsanleihen eben nur bei so circa fünf bis sechs Prozent.
00:24:43: Das heißt also, wenn wir auch mal wieder Richtung Diversifikation gucken, ja, also Anleihen, können wirklich helfen, die Schwankungen im Portfolio abzufedern.
00:24:54: Denn wenn Aktien fallen, dann steigen Anleihen sogar manchmal oder bleiben wenigstens stabil.
00:25:02: Und wenn wir hier nochmal auf diesen Liberation Day zurückgehen, wo der weltweite Aktienindex um vierzehn Prozent zwischenzeitlich eingebrochen war, genau zur gleichen Zeit ist die deutsche Bundesanleihe sogar gestiegen.
00:25:17: Also hat Anwert dazu gewonnen.
00:25:19: Du hast absolut recht.
00:25:21: Historisch gesehen, haben sich Anleihen und Aktienmärkte eigentlich unterschiedlich entwickelt.
00:25:27: In der Hundert-Jahres-Historie, es gab nur sieben Jahre, wo sie beide im Minus waren, also gleich in negative Entwicklung aufgewiesen haben.
00:25:38: Sonst haben sie sich ziemlich gut ausgeglichen.
00:25:40: Okay, also es ist wirklich eher die Ausnahme.
00:25:42: Ja, das heißt also unser Fazit mal wieder, Diversifikation.
00:25:48: Also jetzt in dem Falle mal die Kombination von Aktien und Anleihen kann Schwankungen tatsächlich deutlich abmildern, wenigstens in der Regel.
00:25:59: Ja, jetzt kommen wir einfach zu der wichtigsten Frage.
00:26:01: Was heißt das für unsere Geldanlage?
00:26:03: Wenn man auch hier jetzt nochmal zurück guckt, dann waren Anleihen wirklich total uninteressant, weil die Zinsen super niedrig waren.
00:26:12: Man hat im Grunde überhaupt nichts dafür bekommen, wenn man sein Geld verliehen hat.
00:26:17: Teilweise waren Zinsen ja sogar negativ.
00:26:20: Ja, und in dieser Zeit liefen Aktien vor allem in der Technologiebranche ziemlich gut, also Aktienbrotten deutlich attraktierbare Renditen.
00:26:29: Genau, das wollten alle haben, ja.
00:26:30: Aber seit der Zinswende in den Jahr zwanzig zweiundzwanzig hat sich das echt geändert und sieht auch jetzt wieder ein bisschen anders aus, denn die Renditen von den Anleihen sind gestiegen und Jetzt gibt es eben auch wieder Zinsen, also es gibt wieder was zu holen auf dem Markt und von daher muss ich sagen sind mittlerweile Anleihen auch im Vergleich zu Aktien echt wieder attraktiv geworden.
00:26:56: Wie sieht es denn genau aus?
00:26:57: Wir machen natürlich keine Anlageberatung
00:27:00: und alle Anlagen unterliegen wie immer natürlich auch Risiken.
00:27:05: Also wenn wir uns das mal genau angucken, rückblickend gab es nicht so besonders viel zu holen bei Anleihen, aber wir wollen ja hier immer nach vorne gucken.
00:27:13: Und für die nächsten zehn Jahre erwarten wir bei der DWS für europäische Staatsanleihen im Schnitt pro Jahr als Rendite, zwei Komma sieben Prozent.
00:27:27: Okay, zwei Komma sieben Prozent, das haut ein jetzt vielleicht noch nicht so komplett vom Hocker.
00:27:32: Aber wenn wir schon mal zu europäischen Unternehmensanleihen gehen, dann erwarten wir schon drei Komma drei Prozent Rendite im Schnitt pro Jahr für die nächsten zehn Jahre.
00:27:43: Und wenn wir uns noch ein bisschen mehr ins Risiko trauen und zu den sogenannten High-Hield-Anlagen gehen, dann sind wir schon bei vier Komma acht Prozent.
00:27:54: Das ist natürlich jetzt nicht in Stein gemeißelt, das sind ja nur unsere Erwartungen, aber ich muss sagen, vier Komma acht Prozent im Schnitt, das ist schon ganz schön attraktiv.
00:28:05: Das stimmt, das finde ich auch ziemlich interessant.
00:28:07: Als Aktienform-Energierin bin ich natürlich an Hören.
00:28:11: Rendite-Empwartungen gewöhnt.
00:28:12: Ihr wollt ja immer mehr.
00:28:14: Ja, natürlich verbunden auch mit dem höheren Risiko.
00:28:17: Aber unser Haus erwartet für die nächsten zehn Jahre, für den europäischen Markt, sechs Komma zwei Prozent Rendite pro Jahr.
00:28:24: Und da sechs Komma zwei Prozent für die Aktien, da kommen wir ja mit den europäischen High-Yield-Anleihen.
00:28:31: Vier Komma acht Prozent tatsächlich schon fast dran.
00:28:34: Und das bei wirklich deutlich geringerer Volatilität.
00:28:38: Da hast du mich überzeugt, tatsächlich gibt es sehr gute Gründe, auch Anleihe sich anzuschauen.
00:28:44: Ich hab's geschafft.
00:28:45: Ja.
00:28:46: Und natürlich das Profil ja ein bisschen breiter zu diversifizieren.
00:28:50: Dann lass uns konkret besprechen, welche Anleihen kann man denn kaufen?
00:28:54: Und in was investiert man dann genau?
00:28:56: Das ist im Grunde ganz genau so wie auch bei Aktien, ja?
00:28:59: Also ich kann in eine einzelne Anleihe investieren, so wie ich auch in eine einzelne Aktie investieren kann.
00:29:05: Aber ... Das würde letztlich bedeuten, dass ich mein Portfolio nicht breit aufgestellt habe, denn dann ist sowohl mein Ertrag als auch mein Risiko von einem einzigen Unternehmen oder einem einzigen Staat abhängig.
00:29:21: Ich möchte aber auch innerhalb der Anlageklasse online breit aufgestellt sein und ein breit aufgestelltes Portfolio.
00:29:30: und um das zu machen eignen sich eben aktiv gemanagte
00:29:34: Fonds.
00:29:35: oder eben auch ETFs, die dann ganz speziell in Anleihen investieren.
00:29:41: Stimmt.
00:29:41: ETF ist letztendlich ein Corp, was Anleihen oder Aktienbehen halten kann und das ist große Anzahl an Unternehmen, letztendlich um die breite Streuung zu ermöglichen.
00:29:54: und meistens ein ETF folgt einem Index.
00:29:58: Während bei aktiv gemanagten Fonds ist die Entscheidung aktiv von einem Fondsmanager.
00:30:05: Zum Beispiel für Anleihen würdest du in deinem Fonds aktive Entscheidungen treffen.
00:30:11: Wobei ich ja Multi-Assets mache.
00:30:13: Ja,
00:30:14: das ist nicht nur Anleihen, sondern auch andere Assetsklassen sind in deinem Fonds zu finden.
00:30:19: Und bei mir für meinen Fonds treffe ich aktive Entscheidungen.
00:30:23: Ich schaue mir Unternehmen genauer an und gehe nach unterschiedlichen Kriterien vor, wie ich aktiv Gewichte auf einzelne Aktien setze.
00:30:33: Und wenn wir dann jetzt quasi bei Anleihen sind, dann kann ich eben aktiv gemanagte Fonds oder auch ETFs kaufen, die sich speziell auf einen Anleihemarkt sozusagen konzentrieren.
00:30:45: Also ich kann einen Fonds kaufen für Staatsanleihen, also Government Bonds, das sowohl für entwickelte Länder als auch für Emergent Markets.
00:30:54: Oder man sucht einfach nach einem Corporate Bond Fonds, wenn man in Unternehmensanleihen investieren will.
00:31:01: Letztlich ist ehrlich gesagt für jeden was dabei und wie immer die Mischung macht's.
00:31:07: Also wenn ich jetzt eine Anlei kaufen möchte oder lieber ein ETF oder Fonds, wonach suche ich denn?
00:31:13: Was soll ich in die Suche eingeben?
00:31:15: Also die Schlagwörter sind hier eben tatsächlich Government bonds für die Staatsanleihen, Developed Markets, die entwickelten Länder, Emergen Markets, die Schwellenländer oder Corporate Bonds für die Unternehmensanleihen und da eben Investment Grade oder Heilt.
00:31:33: Das gibt's auch für verschiedene Regionen, Europa, USA.
00:31:36: Gut, und dann gibt's auch noch ganz verschiedene Laufzeiten.
00:31:40: eher kürzerlaufende Anleihen oder eher längerlaufende Anleihen.
00:31:45: Okay, das gibt's sehr viele Möglichkeiten.
00:31:47: Absolut.
00:31:47: Sogar noch mehr wahrscheinlich als bei Aktien.
00:31:50: Also wir haben Regionen, Sektoren.
00:31:52: Team, Stile.
00:31:54: Und bei euch gibt's noch die Laufzeiten dazu.
00:31:56: Super spannend.
00:31:57: Und natürlich auch die Staaten, dass in Aktienbereich gibt's Staatsaktien nicht.
00:32:02: Das ist schon was Besonderes für Online.
00:32:05: Ja, also man kann damit sein Portfolio wirklich superbreit streuen.
00:32:09: Also wirklich die Mischung macht's.
00:32:13: Aber wenn wir über breite Streuung und über Mischung breit diversifiziertes Portfolio sprechen, dann muss ich als Multi-Acid-Formanagerin natürlich mal wieder sagen, jetzt haben wir Aktien und Anleihen besprochen.
00:32:27: Aber dann sollten wir eigentlich auch noch über die Alternativen Investments sprechen, ja.
00:32:32: Also Rohstoffe wie Gold, Infrastruktur, wie zum Beispiel Windparks oder superspannend natürlich auch Krypto.
00:32:42: Du hast absolut recht, das sind superspannende Themen, aber heute schaffen wir es einfach nicht mehr.
00:32:48: Okay, dann lass uns einfach nochmal zusammenfassen.
00:32:50: Was sind unsere Key Takeaways für heute?
00:32:55: Erstens, Aktien und Anleihen sind immer noch die meist gekauften Assetklassen.
00:33:01: Zweitens,
00:33:02: Aktier
00:33:03: ist Eigenkapital.
00:33:05: Das heißt, man ist mit Eigentümer eines Unternehmens und hat deswegen eben auch Mitspracherecht.
00:33:11: Die Anleihe ist Fremdkapital.
00:33:14: Das heißt, man hat das Geld nur geliehen.
00:33:17: Und drittens, es gibt ganz schön viele gute Gründe, warum man Anleihen beimischen soll.
00:33:22: Anleihen haben ganz anderes Risiko-Rindite-Profil und entwickeln sich anders als Aktien.
00:33:29: Also misch Anleihen auf jeden Fall deinen Portfolio bei, um zu diversifizieren.
00:33:35: Bleibt dran, bleibt investiert und bis zum nächsten Mal.
00:33:39: Wir
00:33:39: freuen uns.
00:33:40: Tschüss.
00:33:40: Bis bald.