#7: Asien – Too Big to Ignore: für KI und das Portfolio
Shownotes
Diese Podcastfolge ist eine Werbemitteilung der DWS und stellt keine Anlageberatung dar. Asien bewegt die Welt – wirtschaftlich, technologisch und an den Börsen. Zeit, genauer hinzuschauen! Julia und Katharina gehen gemeinsam mit Asien Expertin Lilian der Frage nach, was Asien wirklich antreibt – und welche Kräfte die Region prägen. Mit frischen Einblicken direkt aus der Region und Lilians ganz persönlicher Japan Story. Es geht um China: riesig, einflussreich – aber nicht ohne Stolpersteine, um Japans viel zitiertes Comeback, Indiens junge Wachstumsstory – und um Korea und Taiwan, die als Tech und Halbleiter Hotspots im KI Boom ganz vorne mitspielen. Zum Schluss wird es wie immer praktisch: Welche Chancen sich bieten und welche Risiken Asien Investments mit sich bringen könnten, wie viel Asien im Portfolio sinnvoll sein kann – und wie Anleger passenden Zugang zur Region finden.
Wichtige Hinweise
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© 2026 DWS International GmbH Stand: 30.3.2026 CRC 109076_2.0 (02/2026)
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:03: My Financial Voice mit den Formmanagerinnen Julia Hilgers und Katharina Seiler.
00:00:10: Julia, wir haben uns einige Zeit nicht gesprochen und es fühlt sich wie eine Ewigkeit an oder?
00:00:16: Ja das stimmt.
00:00:17: also das letzte Mal als wir gesprochen haben war ja noch Januar sogar und seit Januar ist so viel auf der Welt passiert natürlich auch gerade mit dem Iran-Angriff sehr, sehr tragische Dinge.
00:00:28: Insofern fühlt es sich wirklich sehr lange her an aber schön dass wir jetzt heute hier wieder zusammensitzen können.
00:00:33: Absolut
00:00:34: und die Märkte da müssen wir den Atem anhalten wenn wir den zu schauen.
00:00:38: und Heute sprechen wir über ein sehr spannendes Thema.
00:00:42: Wir konzentrieren uns auf Asien.
00:00:44: Das ist eine spannende Region Denn Wirtschafts- und Börsenwelten sind da sehr unterschiedlich.
00:00:50: Ja absolut, also Asien ist ja so vielfältig und vor allem auch aufgrund seiner Größe und Dynamik aus Anlegersicht richtig relevant aktuell.
00:01:00: Und deswegen haben wir heute jemanden eingeladen die diese Märkte wirklich aus der Tiefe kennt.
00:01:09: So lute Lieblingsasien-Spezialisten.
00:01:12: Lilian, du hast mich nicht nur perfekt beraten als ich mit meiner Familie in Japan Urlaub machen wollte sondern Du bist auch Foremanagerin Mit Spezialisierung auf Asien und das schon seit siebenundzwanzig Jahren Und dein offizieller Titel lautet Head of Emerging Markets, also das heißt du verantwortest unser Aktien-Team für Schwellenländer.
00:01:39: So sieht's aus!
00:01:40: Hallo an euch beide.
00:01:41: ich bin froh dass ich hier sein kann.
00:01:42: So
00:01:42: schön dass Du da bist Lilian vielen vielen Dank.
00:01:45: mit dir schauen wir uns heute an warum Asien gerade jetzt so spannend ist und warum man eben die Länder wie China Japan Indien, Taiwan und Korea auf keinen Fall über einen Kamm scheren sollte.
00:01:59: Und natürlich wie immer sprechen wir darüber wo sich Chancen bieten aber auch welche Risiken es gibt und warum in der Weltwirtschaft aktuell ohne Asien eigentlich gar nichts geht?
00:02:10: Ganz wichtig natürlich Wie wir als Anleger investieren können.
00:02:15: Lillian
00:02:15: du bist in Asien aufgewachsen In Japan Du sprich japanisch und du warst gerade auf der Konferenz in Asien und hast die neuesten Eindrücke für uns mitgebracht.
00:02:28: Wir sind sehr, sehr gespannt was dich bewegt hat um überhaupt nach Asien zu gehen oder Asien so zu lieben und fasziniert für Asien sein.
00:02:39: einfach teilen wir mit uns deine Eindrucke!
00:02:41: Wir sind er sehr begeistert dass du heute dabei bist und sind sehr gespannt.
00:02:46: Du hast es ja schon erwähnt ich bin im Tokio aufgewachsen mein Vater hat da gearbeitet Und ich habe eigentlich die komplette Schulzeit verbracht dort an der Deutschen Schule und war fünf oder sechs Jahre alt, als wir hingezogen sind.
00:02:57: Und hab das Land wieder verlassen, da war ich neunzehn.
00:03:00: Also war das eine prägende Zeit!
00:03:03: Für mich ist Tuch hier immer noch ein zweites Zuhause.
00:03:05: Ich freue mich jedes Mal wenn ich hinkomme... Japan ist eingebettet im asiatischen Raum.
00:03:12: Wir haben früher natürlich unsere Sommerferien, Herbst-Ferien, Osterferien eher in Asien verbracht als in Europa weil es ja viel zu weit gewesen wäre.
00:03:20: Insofern bin ich schon in meiner Jugend sehr viel rumgereist.
00:03:23: In Thailand, Indonesien und eben in vielen Ländern in der Region.
00:03:27: Und klar das hat mich natürlich ein Stück weit geprägt.
00:03:30: Genau!
00:03:31: Jetzt komme ich gerade von der Konferenz in Hongkong zurück.
00:03:33: Letzte Woche war ich hier in Shanghai, Hong Kong und Shenzhen.
00:03:38: Es ist halt immer wieder fasziniert wie schnell sich diese Städte verändern und wie schnell Neuerungen durchgeführt werden und wie Technologieaffinen die Menschen sind.
00:03:48: also dass es Immer ganz besonders, wenn man nach Europa zurückgeht.
00:03:53: Es ist manchmal ein bisschen wie im Museum ... Aber na ja also ich sag mal so jetzt hier das Wetter ist hervorragend und man ist auch immer wieder froh zu Hause zu sein.
00:04:01: aber die Unterschiede sind schon gewaltig.
00:04:03: Ja super spannend.
00:04:04: Lass uns vielleicht vorab nochmal Asien auch so ein bisschen definieren weil wir hatten es ja schon gesagt also wirtschaftlich und auch Kapitalmarktseitig sind die Länder sehr unterschiedlich.
00:04:14: Also was is Asian denn eigentlich überhaupt?
00:04:16: Asien, Japan, China, Indien und Taiwan so viele Länder.
00:04:19: Und wenn man jetzt Asia Pacific nennt dann kommt noch Australien und Neuseeland dazu.
00:04:25: Also wenn man die klassische Einteilung vornimmt Dann denkt man ja immer in entwickelte Länder also die sogenannten Develop Markets und in Emerging Markets also die Schwellenländer.
00:04:36: und zu den entwickelten Ländern in Asien gehören vor allem Japan Singapur aber auch Hongkong.
00:04:41: Genau
00:04:42: Während China und Indien sind eben klassische emerging markets, also Schwellenländer und Taiwan und Korea sind von der eigentlichen Einteilung.
00:04:54: emerging markets.
00:04:56: Aber irgendwie sind sie ein bisschen dazwischen, weil die entwickeln sich gerade sowas von rasant?
00:04:59: Genau so ist es und das spiegelt sich zum Beispiel auch im Pro-Kopf-Einkommen mit diesen Ländern wieder.
00:05:04: ganz oben in der Tabelle findest du Singapur Hongkong & Japan.
00:05:09: Ganz unten ist Indien.
00:05:11: da ist das pro Kopf Einkommen nur ein Zehntel wenn nicht sogar noch weniger als dass von den Ländern ganz oben.
00:05:16: Und Hongkungen und Taiwan sind tatsächlich in der Mitte.
00:05:18: das ist pro Kopfeinkommen ungefähr halbso groß wie in Singapour.
00:05:22: Ja, das sind tolle Fakten.
00:05:24: Und in der Vorbereitung haben wir auch uns mit Julia da, finde ich gemacht bei unglaublich spannenden Zahlen.
00:05:31: Meine spannendste Zahl ist dass die vier der fünf Roboter dichtesten Ländern gehören zu Asien.
00:05:39: Roboter Dicht bedeutet ein Roboter per Zehntausend Beschäftigte und an der ersten Stelle ist Korea folgend dann Singapur Danach China und Japan.
00:05:51: Und Deutschland ist an der Stelle Nummer vier, wer könnte sich das überhaupt vorstellen?
00:05:56: Wir sind auch nicht immer nur
00:05:58: hinten!
00:05:59: Und zum Beispiel USA ist an den Stellen Nummer zehn.
00:06:02: Ja
00:06:02: spannend also.
00:06:03: ich habe meine andere Zeilen angeguckt nämlich für mich als Pendlerin besonders spannend.
00:06:06: Ich pendle ja aus dem Rheinland eben immer nach Frankfurt und China baut in ein bis zwei Jahren mehr neue Hochgeschwindigkeitsstrecken als viele Industrieländer aktuell überhaupt besitzen.
00:06:19: Also China verfügt über fünfzigtausend Kilometer an Hochgeschwindigkeitsstrecke und das ist das mit Abstand größte Hochgeschwindigkeitsbahnnetz der Welt.
00:06:31: Das hätte ich auch gerne in Deutschland.
00:06:33: Ja, also China ist natürlich ein riesiges Land und man muss aber fairerweise auch sagen wir haben ja schon seit über hundert Jahren Eisenbahnen und einen Eisenbahn-Netzwerk und ich glaube so ein Netzwerk zu modernisieren ist viel aufwendiger als irgendeine
00:06:47: Deutsche Bahn auch immer.
00:06:48: Aber das stimmt schon als etwas neu auf die Grüne Wiese zu bauen.
00:06:50: Ich glaube jeder der ein altes Haus renoviert hat weiß was ich meine.
00:06:54: Aber es ist natürlich total faszinierend mit welcher Geschwindigkeit China den Infrastrukturausbau immer noch vorantreibt.
00:07:00: Und
00:07:00: wir werden gleich über alle diese Länder nacheinander sprechen, diese Beispiele zeigen alle dass Asien längst nicht mehr nur die Werkbank der Welt ist sondern entwickelt sich immer stärker zu einem wirtschaftlichen Ökosystem.
00:07:15: und es sind auch einige faszinierende Zahlen denn Asien ist für die Hälfte Weltwirtschaftsleistung verantwortlich.
00:07:24: Und die Investitionen passieren so viele in Asien, etwa siebzig Prozent der Investition von asiatischen Ländern passieren unter sich alleine sind beeindruckende Zahlen im Vergleich zu den anderen Ländern.
00:07:39: zum Beispiel USA sind verantwortliche für zwanzig Prozent der Weltwirtschaftslleistungen und Europa weniger als zehn Prozent Und wir sprechen heute einfach über unterschiedliche Länder.
00:07:51: Also
00:07:51: wenn wir über Asien sprechen, dann kommt man ja an China im Grunde überhaupt gar nicht vorbei.
00:07:56: Superlative wohin man schaut!
00:07:59: Also China hat mehr Einwohner als Europa und die USA zusammen denn also rund jeder sechste Mensch auf der Welt lebt in China.
00:08:09: Und auch wenn man mal so in seinen eigenen Haushalt guckt, ja also ein großer Teil dessen was wir so täglich nutzen stammt aus China oder läuft irgendwann in der Wertschöpfungskette einmal durch China.
00:08:22: Das heißt China hat irgendwie so ein bisschen was wie so industrielle Superpower.
00:08:27: Also rund ein Drittel der weltweiten Industrieproduktion findet dort statt.
00:08:33: Und selbst beim Energieverbrauch, okay das wissen glaube ich auch die meisten zeigt sich diese Größe.
00:08:38: China verbraucht gut dreißig Prozent des weltweiten Stroms und das ist auch wieder mehr als die USA und Europa zusammen.
00:08:47: Und Ökostromen ist dort auch ziemlich stark?
00:08:49: Es werden noch Kohlekraftwerke gebaut aber weil insgesamt der Energiebedarf so groß ist wird in alle Formen investiert, aber natürlich auch in nachhaltige Energie und auch das war wieder sehr auffällig in Shanghai mehr als in Hongkong, dass eben auf den Straßen fast nur noch Elektroautos unterwegs sind.
00:09:06: Die Luft ist wirklich einigermaßen gut und das ist sehr leise.
00:09:09: also man hat gar nicht diesen Verkehrslärm wie ich das noch erinnere von vor zehn oder zwanzig Jahren.
00:09:14: und für diese Elektro Autos klar braucht man natürlich auch Strom.
00:09:17: Wenn man jetzt nur die Schlagzeilen liest bei China dann denkt man irgendwie finde ich ziemlich viel an Immobilienkrise oder auch an Wachstumsangst.
00:09:26: Und das eigentlich, obwohl China – wie wir ja auch gerade schon gehört haben – wirklich sehr bedeutend am Markt ist.
00:09:31: und ihr wisst ja ich liebe Zahlen.
00:09:33: Also möchte ich noch ein paar Zahlen nennen.
00:09:35: Also zwanzigfünfundzwanzig ist das offizielle Bruttoinlandsprodukt also die Wirtschaftsleistung um fünf Prozent gewachsen.
00:09:45: Davon können wir in Deutschland ja eigentlich nur träumen wo wir so naja vielleicht so circa bei einem Prozent sind.
00:09:51: Denkst du Lilien, das ist eigentlich so die Chance, dass sich China hier gerade ein bisschen neu erfindet?
00:09:58: Na ja also man darf nicht vergessen.
00:10:00: Die Wirtschaftsleistung kommt von einem Wachstum sehr hoch einstellig bis niedrig zwei Stelle.
00:10:06: China ist mal mit acht neun Prozent gewachsen.
00:10:08: Das geht natürlich nicht ewig weil natürlich die Wirtschaft immer größer wird und dann nochmal diese Wachstones-Koten draufzulegen.
00:10:14: Das klappt nicht!
00:10:16: Fünf Prozent ist aber sehr anständig.
00:10:18: Und man muss sagen, du hast es ja auch schon erwähnt in China wird sehr viel immer noch für einen Export produziert also ein bisschen Werkbank der Welt ist es immer noch so ein Stück weit und der Export läuft auch wirklich sehr gut und bringt die Wirtschaftsleistung voran.
00:10:31: Der Immobilien Sektor hingegen ist eigentlich seit zehn Jahren im Abschwung.
00:10:37: da wurde völlig über investiert das wurden viel zu viele Immobilie gebaut Die Bevölkerung schrumpft Es konnte sich nicht jeder so eine Immobile leisten und im Moment fallen die Preise sehr stark.
00:10:47: Und das wiederum hat zur Folge, dass der chinesische Konsument ... Der hat irgendeine Immobilie und weiß, die habe ich zu hundert gekauft?
00:10:54: Jetzt ist ja aber nur noch siebzig wert!
00:10:56: Ich muss mein Erspartes zusammenhalten.
00:10:58: Ich kann nicht so viel für den Konsum ausgeben.
00:11:01: Das ist genau das Problem, was man in der chinessischen Wirtschaft in der Breite sieht.
00:11:05: Man muss eigentlich in China versuchen, die Menschen psychologisch dazu zu motivieren, sich sicher zu fühlen und mehr Geld auszugeben.
00:11:12: Die Leute sparen einfach nur, weil sie diese Immobilie auf der Bilanz haben.
00:11:16: Die immer weniger wert wird und geben vergleichsweise wenig aus, also viel weniger als früher für Konsumgüter.
00:11:24: Und das führt dazu, dass im gesamten Konsum-Gütersektor die Preise anfangen zu bröckeln und fallen.
00:11:29: Also man hat disinflationäre Tendenzen fast schon deflationäre Tendenzen.
00:11:35: Das bedeutet...
00:11:36: Gibt's für die Wirtschaft!
00:11:38: Genau, die Wirtschaft disinflationäre Tendenzen.
00:11:41: Aber deflation bedeutet ja eigentlich dass das Geld was man hat mehr wert wird weil die Preise sinken.
00:11:47: Das
00:11:47: stimmt also eigentlich macht es im deflationären Umfeld Sinn erspartes zu halten.
00:11:52: aber Es bedeutet einfach dass die wirtschaftsleistung nominal betrachtet trumpft und das will ja keiner.
00:11:58: insofern Also wir hatten das problem lange in japan zwanzig Jahre lang oder sind Japan geht gerade daraus hervor da sprechen wir nachher noch drüber.
00:12:06: Aber das ist eben so diese Zweiteilung in China.
00:12:09: Auf der einen Seite hat man stark ein Export, aber der Binnenkonsum ist schwach und zugleich entwickelt sich in China eine ganz spannende Hightech-Industrie.
00:12:17: China hat ja im Prinzip ne Planwirtschaft und entwirft immer fünf und zehn Jahrespläne für die Wirtschaftsentwicklung.
00:12:23: Diese auch wirklich sehr knaller durchziehen.
00:12:26: und im Moment also nach den
00:12:28: Elektroautos
00:12:29: und den Solarpanelen stehen jetzt eben diese humanoiden Roboter auf dem Förderplan.
00:12:35: Und auch die Entwicklung von künstlicher Intelligenz.
00:12:37: Fast jeder zweite Industrieroboter der Welt steht ja inzwischen in China, also gerade bei Zukunftsindustrie ist China durchaus mittlerweile nicht mehr nur Mitspieler, sondern auch irgendwie vorne mit dabei.
00:12:48: Genau!
00:12:48: So ist es und diese Hochtechnologie wird viel Geld investiert und naja das macht natürlich weil die Demografie so schlecht aussieht.
00:12:55: Also hier werden immer weniger Babys geboren und da eine Wirtschaftsleistung Ganz vereinfacht.
00:13:01: die Anzahl der erwerbstätigen Menschen multipliziert mit der Produktivität.
00:13:05: Und wenn die Anzahl der Erwerbstetigen Menschen fällt, dann muss ich die Produktivitäten vergrößern damit meine Wirtschaftslassung nicht schrumpft.
00:13:12: und diese Produktivitätsvergrößerung erhält man natürlich Sektoren wie Agrar, sondern mit Hightech und modernen Industrien.
00:13:21: Und das ist der Grund warum China da auch so stark rein investiert.
00:13:24: Da sind sie ja auch.
00:13:24: also noch mal einen anderen Punkt hier nennt in Bezug auf diese Zukunftsindustrie und man Batterien denkt?
00:13:31: Ja!
00:13:31: Also die dominieren tatsächlich die weltweit genutzte globale Batterieversorgung weil China nahezu eighty fünf Prozent der weltweiten Produktionskapazitäten für Batteriezellen stellt.
00:13:46: Und dann, was man ja auch immer wieder liest, Thema seltene Erden.
00:13:51: Also rund sechzig Prozent der weltweiten Förderung seltener Erden entfällt auf China.
00:13:58: und wenn man jetzt an die Weiterverarbeitung von diesen seltenen Erden denkt, ist die Dominanz hier noch deutlich größer denn da liegt der Anteil schon bei neunzig Prozent.
00:14:09: Das sind ja seltene Erden, die Materialien absolut unverzichtbar für Elektromotoren.
00:14:16: Windkraft, Robotik, Elektronik aber eben auch Rüstungsglüter.
00:14:20: So ist es richtig?
00:14:21: Ja!
00:14:22: Das ist im Prinzip das was man heutzutage einen sogenannten Choke Point nennt.
00:14:26: Ich
00:14:26: erkläre das zu My Financial Buzzword.
00:14:31: Ein Choke point is ein Engstelle.
00:14:34: Üblicherweise wird es genutzt in geografischen Sine Aber Die Experten nutzen sehr oft das auch für die Rohstoffe, für die Engstellen in der Lieferkette.
00:14:44: Und China ist ein klassischer Chockpoint und wir werden merken, dass viele andere Länder in Asien zu Chockpoints werden, letztendlich den Stellen von denen die ganze Welt abhängig ist.
00:14:57: Wenn diese Stelle auswählt, dann zerfällt auch die ganze Lieferkette.
00:15:02: Also bei China dann die seltenen Erden aber auch die Batteriezellen?
00:15:06: Das heißt eigentlich so ... positive China-Pitch wäre letztlich im Kern.
00:15:11: Es ist nicht mehr diese alte Immobilien-Story, die eben auch bröckelt sondern eher eine Industrie und Technologiestrategie.
00:15:19: So ist es!
00:15:19: Und die chinesische Regierung treibt ja zukunftsträchtige Themen voran.
00:15:25: also China ist mittlerweile so weit dabei in diesen Zukunftsinustrien ob das auch Biotech ist oder Gen-Editerung, also China veröffentlicht wahnsinnig viele Patente.
00:15:35: Und die Patente in diesen Bereichen sind natürlich die Grundlage für zukünftige Marktwührerschaft und Wirtschaftsentwicklung.
00:15:41: Zukünftigen Industrien ist natürlich auch künstliche Intelligenz.
00:15:44: Da spielt China letztlich auch mittlerweile heute ganz vorne mit und zwar sowohl bei der Entstehung von KI Modellen aber auch bei der Adaption von KI.
00:15:54: Also das ist ja letztlich dann die Nutzung von der künstlichen Intelligenze.
00:15:58: Denken wir nun mal an diesem Deep Seek Moment im Januar zwanzig fünfzwanzig, als die Psyk auf den Markt gebracht wurde.
00:16:06: Und da hat ja Nvidia an einem Tag siebzehn Prozent an Börsenwert verloren und das waren letztlich ein Verlust für Nvidia von sechshundert Milliarden US-Dollar an einem tag.
00:16:18: also da sieht man eben auch wieder China hat durchaus Einfluss.
00:16:21: Richtig!
00:16:22: Das war damals dann die Sorge dass China diese KI Modelle entwickeln kann ohne so teure hochwertige Chips anzusetzen sondern es ganz viel billiger machen kann.
00:16:31: Das hat sich im Moment so ein bisschen beruhigt.
00:16:33: China ist aber dabei, sich auch eine eigene Produktionskette und Supply Chain eigentlich aufzubauen für die Produktion von Chips oder Hochleistungschips.
00:16:43: Die hängen ein bisschen hinterher.
00:16:45: Aber das ist ebenfalls ein Segment was stark gefördert wird.
00:16:50: Seite von Schatten.
00:16:52: Wir müssen immer ausgewogen halten und China hat natürlich auch einen Preis für die ganze Story, du hast schon einige spezifische Momente oder Spezifischen Eigenschaften für China erwähnt.
00:17:04: das ist auch eine Planwirtschaft es ist auch keine Demokratie.
00:17:08: sehr viel hängt an dem Immobiliensektor und Immobiliansektor hat auch wieder im letzten Jahr ein Doppelstellungsrückgang verzeichnet Und das ist nach wie vor ein Sektor, der struktureller Bremsklotz ist.
00:17:22: Wie siehst du dieses Risiko nach vorne raus?
00:17:25: Also die Immobilienpreise fallen immer noch ... Es ist da leider kein Boden in Sicht.
00:17:30: Manchmal sagt man in den Tier-Einsstätten oder ganz großen Städten wie Peking oder Shanghai bildet sich an mir nicht so einen Boden und die Preise fallen nicht mehr.
00:17:39: aber oft ist es nur ein Quartal so.
00:17:42: Ob das nachhaltig, ob die Immobilenpreise nachhaltlich stabil bleiben muss ich weisen Und dieser Teil der Wirtschaft ist tatsächlich, wie du gesagt hast, einfach ein Bremsklotz.
00:17:51: Auf der anderen Seite haben wir aber eben diese neuen spannenden Technologien und auch immer noch den Ausbau der Infrastruktur hier Hochgeschwindigkeitszugnetz was dagegen so eine Balance darstellt.
00:18:02: Das ist für uns als Form Manager ganz entscheidend dass wir nicht komplett China als Index kaufen sondern das wir ganz genau auswählen in welche Sektoren und Unternehmen wir investieren Weil wir hier wirklich differenzieren müssen immer noch.
00:18:15: Also China ist jetzt kein einfacher Kauf, ich kaufe das und lass es liegen sondern man muss wirklich genau gucken... Welche Sektor oder welche Unternehmen man kauft?
00:18:24: Ja.
00:18:24: Und auch eine der Punkte, die du erwähnt hast ... Ich finde das China auch ziemlich prokzeptionistisch ist.
00:18:31: Das heißt, die lassen Investoren nicht immer ins Land.
00:18:34: Das wird auch immer wieder darüber diskutiert, dass sie ja auch nicht fair spielen und ich weiß es nicht ob sich das nach vorne verändern wird.
00:18:41: aber auf jeden Fall, das ist auch immer noch ein Nachteil und wahrscheinlich auch ein Grund warum Aktien zu einem Abschlag eventuell handeln könnten.
00:18:51: Ja, also Aktien von Schwellen haben in der Regel einen Abschlag.
00:18:55: Das hat verschiedene Gründe.
00:18:57: Das kann das Wirtschaftssystem sein und auch das politische System sein was mit Unsicherheiten behaftet ist.
00:19:02: man hat nicht immer Rechtssicherheit Und es kann auch sein, dass man Fetternwirtschaft hat oder unsere hauropolitische Praktiken.
00:19:09: Das kommt immer wieder vor in Entwicklungsländern und deswegen handelt die Aktien typischerweise zu einem Abschlag.
00:19:14: Du hast Demografie angesprochen und ich habe nachgeschaut.
00:19:18: Arbeitslosenquote lag um etwa fünf Prozent letztes Jahr.
00:19:22: das würde ich sagen ja Pasta in den entwickelnden Ländern ist es genauso.
00:19:28: Die Arbeitslosigkeit unter den Jüngeren ist enorm hoch.
00:19:32: Da gibt es unterschiedliche Zahlen, je nachdem wie man das definiert aber sie ist zwischen der Prozent oder sogar über die Prozent je nach Alter und das ist ein bisschen Widerspruch für mich.
00:19:44: Man spricht über älterwähnende Bevölkerung und dann so eine hohe Arbeitsloskeit unter den jüngeren.
00:19:50: Wie passt das zusammen?
00:19:52: Ja, also die ist tatsächlich zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent.
00:19:55: Also in Covid war sie relativ hoch.
00:19:57: ich meine, die wird jetzt aber auch nicht mehr so genau in dieser Altersgruppe veröffentlicht.
00:20:01: Aber es ist tatsächlich ein Problem weil viele von diesen jungen Menschen teilweise sehr gut ausgebildet sind.
00:20:07: Die haben klassische wie sagt man so schön white collar Jobs und es gibt so viele Jobs nicht.
00:20:12: Es ist tatsächlich so dass da eigentlich ein überangebot an gut ausgebildeten Arbeitskräften existiert.
00:20:19: Dann hatte ich ja den konsumgetriebenen Teil der Wirtschaft erwähnt.
00:20:22: Der Konsum fällt nach wie vor, wenn man in Restaurants oder Einzelhandelsketten guckt fallen die Preise.
00:20:28: das heißt auch der Umsatz wächst nicht mehr und diese Ketten stellen natürlich auch niemanden ein weil die wirtschaftliche Unsicherheit zu groß ist.
00:20:36: und das betrifft vor allen Dingen dann die jungen Leute was es tatsächlich einen Phänomen.
00:20:40: und je mehr die künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt desto mehr verstärkt sich das Problem wahrscheinlich.
00:20:46: demografisch ist es ja so dass Immer noch mal weniger Kinder geboren werden jedes Jahr.
00:20:51: Das
00:20:51: ist nicht nur eine Politik, das ist sogar weniger als ein Kind?
00:20:55: Die Menschen sind verunsichert und die Ausbildung eines Kindes ist sehr teuer.
00:20:58: Man möchte dann das Beste für dieses Einzelkind haben oder die beste Uni und den besten Kindergarten, die beste Schule ... Und das kostet alles Geld!
00:21:04: Und die Eltern wollen sich das nicht für mehr als ein kind leisten tatsächlich.
00:21:09: Dann nächster Punkt wäre von meiner Seite was passend zur aktuellen Lage ist... Öl importen, also Energieabhängigkeit.
00:21:19: Rund siebzig Prozent seines benötigten Öls muss China importieren.
00:21:23: Das heißt, China ist groß und mächtig aber nicht unabhängig.
00:21:27: Siehst du das auch nach wie vor?
00:21:29: Nach vorne raus als ein großen Risikofaktor?
00:21:33: Ja, ich hatte ja schon erwähnt.
00:21:34: Die haben auch Kohlekraftwerke.
00:21:36: im Moment floriert australische Kohle also die kann nach China verschifft werden.
00:21:40: Also man findet immer für die Energieproduktion Auswege.
00:21:44: Auch LNG kann gut verschiffft werden aber Rohöl ist eben auch ein Vorprodukt in vielen chemischen Produkten oder wird da eingesetzt und das ist dann eben nicht substituierbar.
00:21:54: Da braucht man tatsächlich Öl.
00:21:55: Insofern besteht die Abhängigkeit durchaus.
00:21:58: Ich glaube man kann sagen also China befindet sich aktuell mitten im Wandel So ein bisschen weg von Beton und Baukrennen hin zu Robotern, Batterien und auch Hightech.
00:22:09: Dadurch bieten sich Chancen aber es ist eben nicht risikulos.
00:22:13: Genau so ist es gut zusammengefasst!
00:22:16: Super.
00:22:16: Dann lass uns als nächstes vielleicht mal über Japan sprechen, ja?
00:22:19: Also wenn ich persönlich an Japan denke dann denke ich natürlich als allererstes an meinen super schönen Urlaub mit der Familie.
00:22:26: das heißt ich denke an Sushi, an Kirschblüte, an Robotern die einem das Essen serviert haben vor denen meine Kids allerdings ein bisschen Angst hatten und an wunderschöne subtropische Inseln wie zum Beispiel Ishigaki.
00:22:39: Wenn ich jetzt die staubige Volkswirtin in mir auspacke, dann denke ich nicht mehr an Kirschblüten.
00:22:45: Sondern dann denk ich an eine der größten Volkswirtschaften der Welt.
00:22:49: Nominal ist es sogar die Nummer drei.
00:22:52: Aber trotzdem war Japan die letzten Jahre bei vielen Anlegern irgendwie nicht so besonders hoch im Kurs.
00:22:59: Man spricht immer von zwei verlorenen Dekaden aufgrund von Deflation ohne nominales Wirtschaftswachstum Und irgendwie war das dann so ein bisschen Gegenstück zu China, was ja gerade in den letzten Jahren eben sehr stark gewachsen ist.
00:23:14: Dafür ist Japan aber politisch deutlich stabiler und für uns im Westen auch institutionell irgendwie viel vertrauter.
00:23:23: Aber irgendwie halt ein bisschen langweilig.
00:23:26: Aktuell redet man in der Börse aber wieder viel mehr über Japan.
00:23:30: Man sieht immer sehr positive Aussichten.
00:23:33: Was hat sich denn da eigentlich geändert?
00:23:35: Ja, du hast es richtig gesagt.
00:23:36: Japan war zwanzig Jahre lang, fünfzwanzig jahrelang fast ein völlig verlorener Kapitalmarkt.
00:23:41: Also nach einer großen Immobilienblase kam es eben in der Folge zu einer recht heftigen Deflektion die sie auch in die breite der Wirtschaft gefressen hat.
00:23:48: In Berlin-Blase gab's nicht nur in China sondern in den japanischen
00:23:51: Folgen.
00:23:51: In den nachtzigern ganz sehr ausgeprägt sogar.
00:23:54: Die Einneunzig geplatzt ist.
00:23:56: und dann hat man zum nächsten Verfall der Vermögenswerte gesehen Verfall in der breiten Wirtschaft.
00:24:02: Und dann, das ist wie du sagst man hat einfach kein nominales Wachstum mehr.
00:24:06: Das heißt die Gewinne wachsen nicht und Unternehmen im binwirtschaftlichen Bereich konnten ihre Preise lange nicht mehr erhöhen.
00:24:12: Im
00:24:12: wirtschaftlichem Bereich heißt der Bereich innerhalb Japans.
00:24:15: Da gibt es ja namhafte Auto-Unternehmen oder eben auch Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik.
00:24:21: Die haben eigentlich immer ein ganz gutes Geschäft gemacht.
00:24:23: aber die Japanische Wirtschaft stand eben nur ein Beinig auf dem Export und das zweite Bein nämlich Die Binnenwirtschaft hat gefehlt.
00:24:31: Und dieses Problem hat sich eigentlich strukturell gelöst.
00:24:33: in den letzten drei Jahren, seit dem Covid vorbei ist haben wir in Japan wieder Inflationen, die wurden ein Stück weit auch importiert.
00:24:40: Also Preissteigerungen?
00:24:42: Das heißt, die Unternehmen im Inland können auch mal den Preis für die Dose Cola von Hundertfünfzig auf Hundertachtzigien erhöhen.
00:24:49: Solche Sachen dadurch steigt der Umsatz ja auch.
00:24:52: und das Zweite is', dass es erstmals seit Jahrzehnten wieder zu Gehaltssteigerung kommt.
00:24:56: Die Gewerkschaften haben mittlerweile dritte Jahr in Folge Gehaltssteigerung von um die sechs Prozent eingeholt, nach zwanzig Jahren Nullrunde.
00:25:04: Und auch für dieses Jahr stehen wieder Forderungen an von knapp sechs Prozent.
00:25:08: Das heißt man hat so eine bisher noch positive Lohnpreisspirale und das hat strukturell einfach gefehlt.
00:25:14: Ja?
00:25:15: Das heißt die japanische Wirtschaft steht wieder auf zwei Beinen.
00:25:18: im binnenwirtschaftlichen Bereich kann man wieder Preise erhöhen oder Geld verdienen Und auch die Bank of Japan hat ihre Zinsen, also die
00:25:25: japanische Zentralbank.
00:25:26: Die hat ihre zinsen nach langen Jahren der Null-Zinspolitik wieder erhöht.
00:25:31: Wir sind jetzt beim Leitzens bei null Komma sieben fünf Prozent und das bedeutet eben einfach dass die Banken oder andere Finanzunternehmen überhaupt mal wieder Geld verdienen können.
00:25:40: Dazu kommt noch, dass wir eine Frau, eine Premierministerin haben.
00:25:44: Das ist zum ersten Mal in der Geschichte von Japan
00:25:47: Und die aktuelle Premierministerin, eben die Sana'e Takaiji gilt ja auch als ziemlich wirtschaftsfreundlich und hat sie eine etwas freundlicherere Aufstellung gegenüber Investoren.
00:25:58: So ist es!
00:25:58: Sie ist extrem wirtschaftspfreundliche und sie setzt nicht nur auf so eine zyklische Erholung der panischen Wirtschaft sondern sie möchte auch ganz geziel Zukunftstechnologien und aussichtsreiche Bereiche fördern.
00:26:10: Das ist auch die Rüstungsindustrie, das ist aber auch die Industrie um künstliche Intelligenz und es ist die Halbleiterindustrie.
00:26:17: Wo Produkte gefertigt werden, die eben für die KI eingesetzt werden.
00:26:21: Linien!
00:26:21: Für mich als Kind der Achtziger- und Jugendlicher der Neunzigerjahre war Japan immer das Land von morgen.
00:26:30: Das war das Land was ich mit Robotik verbunden habe – mit Automatisierung, Technik, Perfektion, Effizienz In den Achtzigern.
00:26:40: Japan war verantwortlich für fünfzig Prozent der Halbleiter der Weltproduktion.
00:26:45: Aktuell ist es unter zehn Prozent.
00:26:48: und gerade auf den Blick auf die Bevölkerung, hier ist auch wieder ein demografisches Problem.
00:26:54: wie bei China hatte ich gedacht dass dieses Problem damals eigentlich mit Robotern gelöst werden könnte.
00:27:02: denn wenn nicht Japan, wer sonst?
00:27:05: Die waren wirklich die Vorreiter im Ganzen.
00:27:09: Wie meinst du haben dir noch eine Chance sich zu zeigen dass dieses Problem lösen können?
00:27:16: Ja denke ich schon!
00:27:17: Also bisher werden Roboter ja im Wesentlichen in der Autoindustrie und Elektronik Industrie eingesetzt und das ist dann die sogenannte Factory Automation also die Fabrikautomatisierung.
00:27:27: Und was man mittlerweile eben macht, ist dass man das im Dienstleistungsbereich einsetzt.
00:27:31: Also im Service-Bereich dann heißt es nicht Factory Automation sondern Service Automation und ihr habt das bestimmt gesehen in Japan in Restaurants da stehen ja teilweise Maschinen und man muss so ein Ticket lösen für das Essen, was wenn man haben möchte?
00:27:43: das Ticket gibt man ab am Schalter beim Kochshut zu sagen und das Essen wird einem schon serviert aber es kommt keiner zum Tisch um die Bestellung aufzunehmen.
00:27:50: also da hat man schon mal eine Dienstleistung auch automatisiert.
00:27:54: Hier kann Japan schon noch ein bisschen dem demografischen Verfall entgegenwirken.
00:27:58: Was ist so an allen Ecken und Enden?
00:27:59: Kann man so ein bisschen was machen, ne?
00:28:01: In der Pflege werden Roboter nicht allein eingesetzt aber als Unterstützung für Pflegekräfte die dann vielleicht auch mehr Patienten auf einmal versorgen können wenn sie diese Unterstützung haben.
00:28:12: Und ich meine was in Japan eben auch klar ist Die Leute arbeiten doch deutlich länger das Arbeiten bis in die Siebziger Jahre hinein.
00:28:20: Aber
00:28:21: die werden ja auch viel älter als wir.
00:28:22: A, werden sie ältern?
00:28:23: B ist glaube ich auch sind die Pensionen etwas geringer.
00:28:26: also die Rentenansprüche sind nicht so super hoch.
00:28:28: das heißt man muss auch ein Stück weit arbeiten.
00:28:31: aber es ist für die Gesellschaft insgesamt eigentlich ein plus weil die Leute sehr zufrieden sind oder deutlich zufriedener sind weil sie eine Aufgabe haben Und weil sie kommunizieren können mit Kollegen, und das ist eigentlich gar nicht schlecht.
00:28:44: Zur Alterung des Problems kommt noch ein nächster Punkt.
00:28:48: Das ist auffällig dass die Volkswirtschaften wie Japan, China oder Singapur vergleichsbare hohe Verschuldungen haben.
00:28:56: in Japan ist sie besonders hoch mit zweihundertundzwanzig Prozent von der Wirtschaftsleistung im Jahr zwanzig fünfundzwantzig Und im internationalen Vergleich, das ist enorm hoch.
00:29:07: In Deutschland hat weniger als die Hälfte davon.
00:29:10: und die spannende Frage ist, warum ist diese hohe Verschuldung für Aktien nicht automatisch ein Ausschlusskriterium?
00:29:18: Aber eben doch ein Risiko.
00:29:20: Okay also es gibt eigentlich zwei Faktoren, die man sich klarmachen muss.
00:29:23: Zum einen sind ungefähr sixundneutzig Prozent dieser Schulden im Inland begeben,
00:29:27: d.h.,
00:29:27: sie werden besessen von japanischen Lebensversicherern von japanischen Sparern direkt oder indirekt.
00:29:35: Das heißt, man hat jetzt keine ausländischen Gläubiger die Druck ausüben können.
00:29:39: das gibt es nicht.
00:29:40: und der zweite Aspekt ist dass die Struktur der japanische Schulden sehr langfristig ist.
00:29:45: also Japan hat in der Zeit der Niedrigzinsphase sehr viele Schulden begeben.
00:29:50: das heißt der Großteil der Schulden läuft zehn Jahre länger und selbst wenn jetzt erstmal die Zinsen steigen Es ist nicht so der Schuldendienst unmöglich würde.
00:30:01: Das heißt eigentlich, es ist nicht so, dass Sie jetzt in kürze Schulden zurückzahlen müssen und sich dann wieder neu finanzieren müssten zu höheren Zinsen sondern in den nächsten zehn Jahren passiert erst mal noch nicht so viel?
00:30:16: So ist das sehr wenig.
00:30:17: D.h.,
00:30:18: das löst das Problem.
00:30:19: Dieses Problem ist natürlich ein bisschen in die Zukunft verschoben aber die Duration dieser Schulden ist sehr gut also hat ja wirklich sehr langfristig und eigentlich sehr gut gemacht.
00:30:28: Der Vorteil davon, dass die so langfristig laufen ist natürlich das jetzt über das nominale Wirtschaftswachstum oder Inflationen der Wert der Schulden gratuell abnimmt.
00:30:37: Das heißt wenn Japan das lange genug halten kann das Wirtschaftswachsen können sie aus den Schulden so ein bisschen rauswachsen.
00:30:43: Die Möglichkeit ist auch gegeben.
00:30:45: gibt es auch in Japan einen Chockpoint?
00:30:48: Es
00:30:48: gibt immer mal wieder welche nur die sieht man leider vorher nicht so.
00:30:50: erinnert euch ans Erdbeben.
00:30:52: da war Renessas Der größte Hersteller für Speicherchips für die Automobilindustrie, plötzlich nicht lieferfähig.
00:30:59: Und auf der ganzen Welt mussten Automobilkonzerner ihre Produktionen trosseln weil sie die Chips nicht bekommen haben.
00:31:05: und für Japan sind die Energieimporte unheimlich wichtig.
00:31:08: Weil Japan sehr Rohstoffes armes Land ist bis auf ein bisschen Kupfer und Gold haben Sie nicht viel.
00:31:13: das heißt wir müssen auch sehr viele Rohstoffe importieren eben auch seltener Erden aus China.
00:31:18: Das heißt, die sind eher abhängig von den anderen mehr als der anderen von denen.
00:31:23: Es
00:31:23: geht also China importiert aus Japan nicht nur Halbleiter Produktionsgeräte sondern auch bestimmte Materialien und Chemikalien, die im Chip-Produktionsprozess notwendig sind.
00:31:33: damit werden die Chips beschichtet und dann geschliffen Und auch da hat Japan Unternehmen, die eigentlich Weltmarktführer sind in diesen Produkten für die halbleiter Produktion.
00:31:42: das heißt hier ist eigentlich die gegenseitige Abhängigkeit gegeben.
00:31:46: Asiatischen Länder sind eher gegenseitig voneinander abhängig und sind dann der insgesamten Chockpoint für Europa zum Beispiel.
00:31:53: Wenn wir jetzt wieder zusammenfassen wollen, kann man sagen dass Japan spannend ist weil Wirtschaft, Unternehmen aber auch die Technologie gerade so gleichzeitig an Fahrt aufnehmen und zusätzlich eigentlich der demografische Wandel also diese alternde Bevölkerung Die Unternehmen dazu zwingt innovativer zu sein und das dann gerade auch in Bezug auf KI, also künstliche Intelligenz und Automatisierung.
00:32:19: Genau da lasst uns jetzt zu den anderen Ländern kommen.
00:32:22: Also Indien, Korea und Taiwan.
00:32:24: Das eher so im Schnellcheck was sind die Chancen und Risiken?
00:32:28: Wir starten mal mit Indien.
00:32:30: Kommen wir von Japan der ältesten Volkswirtschaft der Welt zu einer der jüngsten großen Volkswirtschaften der Welt Indien ein extrem bevölkerungsreiches Land.
00:32:42: Und die sind alle ziemlich jung, also hier sind nur sieben Prozent der Bevölkerung, fünfundsechzig Jahre oder Eltern in Japan sind es dreißig Prozent.
00:32:50: Ich habe einen sehr spannenden Fakt rausgesucht denn ich mein Fokus im Investment auch USA habe dass die Hälfte patentfreier Medikamente in den USA aus Indien beliefert werden.
00:33:03: Das heißt, die in Indien produziert werden.
00:33:05: Also für mich ist es ein extra Chockpoint für die Welt und insbesondere für die USA.
00:33:12: Lilian das ist ein sehr spannendes Land.
00:33:14: wir sprechen immer wieder über Indien.
00:33:17: was sind aus deiner Sicht die größten Chancen?
00:33:21: Und auch die Risiken für dieses land?
00:33:23: ja also das eine ist dass indien tatsächlich ne sehr junge Bevölkerung hat.
00:33:27: im durchschnitt sind die siebenundzwanzig Die Japaner, das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
00:33:33: Und so eine junge Bevölkerung bringt es eigentlich immer mit sich anher, dass die Leute noch bestimmte Dinge anschaffen wollen.
00:33:38: Sie wollen das erste Auto kaufen also nach dem ersten Motor kommt das erste auto dann kommt vielleicht die erste Wohnung dann kommen Anschaffungen elektronische Geräte, die Möbelausstattung usw.
00:33:49: Das haben alte Menschen Schuhen und Verkonsumieren nicht mehr so viel.
00:33:53: Und das ist immer das Potenzial von Indien, dass man sagt, die Mittelklasse wächst eigentlich jedes Jahr, mehr und mehr Leute kommen aus der Armut raus, wenngleich es immer noch viele Arme gibt.
00:34:01: Aber die Mittelklasse wächst,
00:34:03: d.h.,
00:34:03: da ist großes Konsumpotenzial.
00:34:05: Und des Zweite, Indien hat eine recht katastrophale Infrastruktur sowohl was das Straßen- und Bahnnetzwerk angeht als auch elektronisch Versorgungen.
00:34:16: In diese Bereiche hat die indische Regierung in den letzten fünfzehn Jahren unter Modi konsequent investiert.
00:34:22: Das heißt, auch da hat man Wachstum generiert durch dieser Anlageinvestitionen in die Infrastruktur.
00:34:27: und mit einer guten Infrastruktur kann man ausländische Unternehmen anlocken, die dann vielleicht in Indien Fabriken aufbauen und dort mit günstigen Arbeitskräften Dinge produzieren, die sie dank der guten Infrastrukturen wieder aus dem Land rauskriegen dort verkaufen oder eben exportieren können.
00:34:45: Aber Aktienmärkte lieben Indien und da gibt es eher einen Bewertungsaufschlag.
00:34:51: aktuell, solltest du das auch sagen?
00:34:54: Indien ist in den Jahren im Jahr zwanzig bis vierundzwanzig sehr teuer geworden.
00:34:58: Es hat sich letztes Jahr ein bisschen gesetzt.
00:34:59: Da war Indien ein Markt der auf der Stelle getreten ist.
00:35:03: aber langfristig ist der Ausblick für Indien natürlich sehr spannend und sehr interessant.
00:35:08: Was siehst Du so als Hauptrisikofaktor in Indien?
00:35:12: Ja, also auch in Indien hat man eine recht hohe Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten.
00:35:16: Das ist schon immer so.
00:35:18: die Konkurrenz um gute Jobs ist wirklich groß und in dem Maße wie die künstliche Intelligenz entwickelt wird es natürlich gerade für ein Bevölkerungsreiches Land immer das Risiko da dass die KI Jobs vernichtet unter Umständen und viele junge Leute gar nicht mehr in einen Job kommen, der vielleicht akademisch ist.
00:35:39: Also klar es gibt bestimmte Bereiche Bauarbeiten Handwerker und so weiter.
00:35:43: das kann die KI nicht.
00:35:45: aber wie gesagt für das bevölkungsreiche Land ist das natürlich ein Risiko.
00:35:48: Kann man eigentlich sagen Indien ist durchaus im Aufbruch?
00:35:52: von eben noch einem niedrigereren Niveau, als die anderen Länder über die wir bislang gesprochen haben.
00:35:58: Und vielleicht so als Hauptpunkt könnte man sagen dass die sehr junge Bevölkerung zum einen sehr große Chancen bietet, zum anderen aber auch das größte Risiko werden kann?
00:36:08: Ja genau also.
00:36:09: wenn sie arbeitslos wären alle und nicht konsumieren könnten wäre es natürlich für die wirtschaftliche Entwicklung unvorteilhaft.
00:36:16: Aber Indien hat derzeit immer noch Wachstumsraten von sieben bis acht Prozent, also deutlich höher als China.
00:36:22: Indien ist vielleicht da, wo China vor fünfzehn Jahren war?
00:36:25: Dann gehen wir schon wieder zum nächsten Land und sprechen gleich über Taiwan.
00:36:29: Das ist eine winzige Inseln aber hat eine riesige Bedeutung.
00:36:33: Taiwan ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg und trotzdem global unverzichtbar für Technologie.
00:36:41: Lass uns auch über dieses spannende Land sprechen.
00:36:44: Rund sechzig Prozent aller Chips weltweit werden dort hergestellt, noch beeindruckender ist das neunzig Prozent der modernsten Chips.
00:36:53: Auch Chips die in KI benutzt werden Hochleistungshalbleiter, Smartphones und Rechenzentrum stammen auch aus Taiwan.
00:37:01: Und was sagst du?
00:37:02: Wo siehst Du in diesem Land die größten Chancen?
00:37:05: in Risiken?
00:37:07: Also die Chancen sind ganz eindeutig.
00:37:10: Die Halbwärter Produktion, die Chips werden ja immer feiner designet.
00:37:13: das sind der winzige Muster die da hineingeritzt werden müssen.
00:37:17: und diese immer neuen noch feineren Technologien Diese Produktionstechnologie beherrscht niemand so gut wie große Unternehmen in Taiwan Und es hat sich jetzt im Laufe der Jahre eben auch ein ganzes Netzwerk an Produzenten und Zulieferern angesiedelt.
00:37:33: Und dieses Netzwerk anzuliefern, das ist nicht so schnell kopierbar.
00:37:36: Also selbst jemand der die Technologie hätte, könnte dieses Netzwerken gar nicht so schnelle aufbauen, dass eben all die notwendigen Materialien schnell und zeitgerecht geliefert werden könnten.
00:37:47: Das heißt, das is ein Riesenvorteil den Taiwan hat – das kann keiner so schnell Kopieren!
00:37:53: Und
00:37:53: siehst du dennoch Risiken?
00:37:55: Also das ist klar die größte Chance, denke ich.
00:37:57: Die Ship-Industrie.
00:37:58: Welche Risiken siehst Du für Taiwan?
00:38:03: In Taiwan hängen sehr viele Arbeitsplätze an der Halbleiterproduktion und eben auch durch die Zulieferer sind es ja noch mehr.
00:38:10: Das Risiko ist natürlich, wenn irgendwann der KI-Boom ein bisschen ins Strauchengerät und weniger investiert wird.
00:38:15: Dann hat Taiwan natürlich weniger Gewinnwachstum und auch weniger Wachstum von der Wirtschaftsleistung.
00:38:21: Wie groß
00:38:21: ist das Risiko des Konfliktes zwischen China und Taiwan?
00:38:24: Was würdest du sagen, wie willst du einschätzen?
00:38:28: Also ...
00:38:29: China hat es eigentlich immer klar gemacht, dass ihrer Meinung nach Taiwan zu China gehört und dass es irgendwann wieder Vereinigung kommen wird.
00:38:36: China fällt jetzt aber in den letzten Jahren oder Jahrzehnten nicht durch eine aggressive Außenpolitik auf.
00:38:42: Es werden zwar immer wieder Schiffe in das chinesische Meer gesendet, die dann um Taiwan herumpatrieren.
00:38:47: Das sind diese Drogeberden.
00:38:48: damit haben wir schon leben gelernt.
00:38:50: Meine persönliche Einschätzung ist dass China keinen militärischen Anschlag auf Taiwan versuchen würde.
00:38:58: Inseln sind auch schwer zu erobern plus dann wären die Produktionsanlagen vielleicht auch zerstört für dieser Halbleiter.
00:39:04: Da hat eigentlich, glaub ich, keine Interesse dran.
00:39:07: Ich würde eher denken, dass man mittel bis langfristig ... Und so denkt China ja?
00:39:12: Die denken sehr langfristigt, dass die chinafreundlichen Parteien, die es in Taiwan gibt unterstützt und hofft, dass irgendwann in den Wahlen die China-offenen oder chinafreundliche Parteien vielleicht die Oberhand gewinnen.
00:39:24: Also Taiwan ist sozusagen Öl der digitalen Wirtschaft ein zentrale Bestandteil vieler Wertschöpfungsketten, Lieferketten.
00:39:32: Und trotz besteht natürlich auch das Risiko, dass die Abhängigkeit von Halbleitern für Daimann doch sehr groß
00:39:39: ist.
00:39:40: Also ohne Timer und keine KI, das kann man ganz klar sagen.
00:39:43: Aber wie gesagt, wenn der Trend sich mal dreht, Timer vielleicht auch gucken, dass er ein paar Beine findet und aufzustehen.
00:39:48: Hier ist der Chokepoint!
00:39:51: Genau, aber
00:39:52: fast in beide Richtungen.
00:39:53: Also ChokePoint für die Welt sind die Halbleiter, aber letztlich ist es auch für Taiwan denn wenn man sie nicht mehr braucht dann ist Taiwan nicht mehr so stark Wie es im Aktuellen ist.
00:40:04: Okay, dann kommen wir mal noch zum nächsten und letzten Land was wir heute besprechen wollen Korea.
00:40:11: Vielleicht genauer gesagt Südkorea.
00:40:14: Und SüdKoreas jetzt schon wieder ganz anders aufgestellt als Taiwan.
00:40:17: auch Süd-Korea ist ziemlich klein nämlich nur ungefähr so groß wie Bayern aber extrem dicht besiedelt und wirtschaftlich total konzentriert.
00:40:28: Taiwan hat jetzt die globale Chip macht, bündelt also letztlich alles in einer Schlüsseltechnologie.
00:40:34: Südkorea ist hingegen viel viel breiter aufgestellt und vereint irgendwie so auf diesem ganz engen Raum Halbleiter Unterhaltungselektronik Autos und auch Batterien.
00:40:45: Also man kann eigentlich sagen Süd-Korea is ein sehr wichtiger Teil für die globalen Lieferketten.
00:40:50: Genau, Südkorea hat eine ganz breite industrielle Basis durch die verschiedenen Sektoren.
00:40:56: Ich glaube fast vierundzwanzig Prozent der weltweit gebauten Schiffe letztes Jahr wurden in Süd-Korea produziert.
00:41:02: also ansonsten gibt es nicht mehr so viele Werften global.
00:41:04: und denkt an die Roboter.
00:41:05: Die erste Roboter Dichte ist in Korea.
00:41:08: In der Autoindustrie vor allen Dingen auch und Unterhaltungselektronikindustrie klassischerweise.
00:41:13: was bei Korea im Moment die Wirtschaft sehr stark antreibt das ist der Speicherchipzyklus.
00:41:19: Speicherchips sind eigentlich ein sogenanntes Commodity, ein Rohstoff fast schon mit denen die Unternehmen diese herstellen.
00:41:26: Wenn die Zyklen gerade im Aufschwung sind ganz gut Geld verdienen wenn die Zyklen im Absprung sind aber eher mal wenig Geld verdient oder sogar Verluste machen können.
00:41:35: und im Moment ist es so dass der Aufbau der künstlichen Intelligenz und der Bau der Datencenter spezielle Speicher chips verlangt die sogenannten HBM Speicher Chips.
00:41:45: Hersteller fokussieren gerade ihr Angebot auf diese Nachfrage.
00:41:49: Das heißt, die
00:41:50: verdienen sie wahrscheinlich auch
00:41:52: deutlich mehr.
00:41:53: und die konventionellen Speicherchips, die zum Beispiel ins Smartphones verbaut werden oder in normalen Haushalts-Elektronik gerätten... Da ist gar nicht mehr so viel Kapazität da um die herzustellen.
00:42:03: das heißt die Preise steigen immens.
00:42:06: Das heisst als Unternehmen verdient jetzt mit beiden Produkten richtig viel Geld und würde natürlich eigentlich neue Kapazitäten aufbauen.
00:42:13: aber der Bau einer Speicherchip-Fabrik dauert zwei bis drei Jahre und man muss auch erst mal bei den Produzenten der Geräte diese Chips herstellen können, Bestellungen abgeben und das heißt es ist ein sehr langwieriger Prozess.
00:42:27: Solange keine neuen Kapazitäten auf dem Markt kommen die Nachfrage aber so stark bleibt dürften die Preise für diese Chipps weiter steigen was den Gewinn dieser Unternehmen richtig begünstigt.
00:42:37: Das
00:42:37: heißt, es ist schon wieder ein nächster Chockpoint denn wir hier haben das ist in Korea mit Hochleistungschips und siehst du auch eine Risikoseite oder ist es genauso wie bei Taiwan?
00:42:50: dieses Chockpoint zum Nachteil sein kann.
00:42:52: Ja gut, also wo Licht ist es auch immer Schatten?
00:42:55: Also auf der anderen Seite gibt's ja die Käufer von diesen Speicherchips.
00:42:58: das sind die Smartphone Hersteller Das sind die Haushalts-Elektronikhersteller das sind Die Herstelle von Spielekonsolen.
00:43:03: die müssen alle sehr teure Preise bezahlen für die Chips.
00:43:07: Das führt dazu dass wir als Konsumenten dann natürlich höhere preisebezahlen werden müssen Für diese Geräte weil der Produzent die weitergibt.
00:43:14: dadurch könnte sich dann die Nachfrage nach in Korea produzierten Smartphones auch wieder verringern.
00:43:20: Also es gibt auf der anderen Seite auch immer Verlierer von dieser positiven Konjunktur und auch ähnlich wie in Taiwan ist das natürlich so, wenn der KI-Investitionsboom mal irgendwann zu Ende geht dann werden die Speichergepreise wieder fallen und dann werden diese Unternehmen deutlich weniger Geld verdienen.
00:43:36: Das ist klar!
00:43:37: Also hier auch wieder Chance und Risiko
00:43:39: zugleich?
00:43:39: Ja
00:43:40: Gut, wir haben ziemlich ausführlich über unterschiedliche Länder gesprochen und das ist unglaublich spannend uninteressant.
00:43:46: Aber in unserem Podcast reden immer über es investieren und die spannende Frage ist natürlich jetzt wie kann man in diese Länder investieren?
00:43:56: Wie immer!
00:43:56: Wir machen keine Anlageberatung und Investments unterliegen Risiken.
00:44:02: Zukunftige wirtschaftliche Entwicklungen sind ungewiss und können von aktuellen Erwartungen abweichen.
00:44:09: Wenn man jetzt MSCI World kauft, ist Japan mit dabei als eine der Länder die erwähnt wurden.
00:44:17: Aber MSCI Welt ist ein Aktienindex mit den Unternehmen aus mehr als zwanzig Industrieländern und ein bisschen Asien aber nur halt ein bisschen.
00:44:29: wollen wir dann feststellen wie viel Asien wir überhaupt haben möchten in unserem Portfolio?
00:44:34: Ja genau also wenn man jetzt nur den MSCI-Welt eben kauft Dann hat man Japan knapp sechs Prozent nur mit dabei.
00:44:42: Und die anderen asiatischen Länder auch nur knapp drei Prozent, also unter zehn Prozent Asien das ist ja eher etwas weniger.
00:44:52: und alles was emerging markets ist, was wir jetzt besprochen haben diese Schwellenländer Auch dann Korea.
00:44:59: Taiwan ist hier überhaupt gar nicht mit dabei.
00:45:02: Das heißt da muss man eigentlich schon auf den MSCI All Country World gehen, weil da sind eben auch die Imagine Markets mit dabei.
00:45:10: Hier sind Imagine Market insgesamt ungefähr zehn Prozent, also dann zehn Prozent Emerging Market Asia und dann kommt noch mal acht Prozent Japan mit dazu, also Japan inklusive dann auch noch Developed Asia.
00:45:24: Also ist man irgendwie so ungefähr bei achtzehn Prozent Asien in einem komplett globalen Portfolio.
00:45:32: Was
00:45:32: würdet ihr sagen?
00:45:33: Achtzehn Prozent Asien ist das genug oder ist es nicht genug, wir haben auch schon darüber gesprochen welche Wirtschaftsleistung das im Kontext für die ganze Welt bedeutet.
00:45:45: Asien macht fast fünfzig Prozent der Weltwirtschaft aus.
00:45:49: und was würdest du sagen Lilian?
00:45:51: Also gerade in Anbetrug dessen dass sich die asiatischen Länder teilweise zu Hightech Produktionsstandorten entwickeln und nicht mehr klassische Schwellenländer sind, finde ich kann man deutlich mehr als nur achtzehn Prozent im Portfolio haben.
00:46:06: Also das heißt wieder einfach nur den MSCI World kaufen reicht ja eh nicht aus weil dann hat man hauptsächlich USA.
00:46:12: wenn man jetzt sagt Ich kaufe den MSCi All Country Worlds und habe die Schwelleländer mit dabei finden wir eigentlich reicht es immer noch nicht.
00:46:21: Das heißt man kann ruhig die asiatischen Länder auch einzeln mit dazunehmen.
00:46:28: Man kann auch einfach ein MSCI-Welt kaufen, einen klassischen den werden die meisten haben.
00:46:32: und dann macht man achtzig Prozent MSCI Welt und packt zwanzig Prozent MSI für die Markets dazu.
00:46:37: da hat man das Gewicht ungefähr verdoppelt.
00:46:39: von ihr hatten wir nicht nur zehn prozent sondern zwanzich.
00:46:42: Das finde ich macht Sinn Und Japan ist natürlich immer so ein Sonderthema dass muss man gucken ob man das auf acht Prozent bringt.
00:46:49: Das ist im Moment wirklich ein sehr interessanter Markt unter strukturellen Aspekten, ne?
00:46:53: Genau und das geht ja letztlich immer indem man einen Einzeltitel investiert oder auch in ETFs oder auch an aktive Fonds.
00:46:59: aber man kann sich das letztlich einzeln aussuchen was man hier noch dazu allokieren möchte.
00:47:04: und Japan kann man eben wirklich auch einzeln kaufen.
00:47:07: es gibt den MSCI Japan Und wenn man jetzt an die anderen asiatischen Länder denkt, dann gibt es einen Index der heißt MSCI Asia Pacific.
00:47:19: Der ist dann häufig Ex-Japan.
00:47:21: das heißt man kann sich ganz genau aussuchen wie viel von diesem MSCI Asian Pacific möchte ich denn zusätzlich dazu nehmen?
00:47:29: du hattest jetzt zwanzig Prozent genannt Und wenn einem jetzt das Japangewicht im MSCI-Welt oder auch MSCI All Country Welt nicht ausreicht, dann kann man eben auch Japan noch mal einzeln dazu allokieren.
00:47:43: Oder man macht sich es einfach und kauft den MSCI Asia Pacific Include in Japan.
00:47:48: In dem Konstrukt ist Japan mit nem Drittel drin.
00:47:50: Dann hat man Japan, Singapur, Hongkong... Also die entwickelten Länder sozusagen, gut Australien und Neuseeland hat dann aber eben auch noch die Schwellenländer mit dabei wie China, Indien, Taiwan, Korea.
00:48:04: Dann haben wir alles abgedeckt.
00:48:06: um nochmal Index zu nennen weil man hört ja sehr oft auch MSCI emerging markets nicht emerging Asia, sondern emerging markets.
00:48:15: Wenn man jetzt diesen Index kauft muss man sich natürlich bewusst sein dass man auch noch die anderen Schwellenländer mit dabei hat also sowas wie Brasilien, Mexiko oder eben auch Südafrika.
00:48:25: Ja na Ost-Europa.
00:48:27: Aber
00:48:27: bevor wir jetzt uns festlegen auf ein Gewicht, das sind nur sowieso Indikationen.
00:48:33: Jeder entscheidet für sich selbst was ihm passt und natürlich auch die Risikoseite muss betrachtet werden.
00:48:39: Lass uns einfach das abwägen!
00:48:40: Was sind unsere Erwartungen für Rendite- und Risikoprofile für diese einzelnen Länder oder für einzelne Indizes?
00:48:48: Bevor wir das machen müssen wir natürlich sagen Prognosen beruhen auf internen Modellen und unterliegen erheblichen Unsicherheiten.
00:48:56: Das passt zu unseren aktuellen Rendite-Prognosen.
00:48:59: Hier sind wir bei Japan über fünf Prozent und Asia Pacific ohne Japan sogar bei knapp sechs Prozent Rendite, durchschnittlich pro Jahr ist das.
00:49:10: Und bei üblichen Schwankungsintensität zwischen vierzehn und fünfzehn Prozent.
00:49:15: und das nur ins Perspektive zu setzen es ist leicht.
00:49:19: über dem MSI Weltindex
00:49:21: Ja also das heißt aus Diversifikationsgesichtspunkten, wo ich ja immer als Mutti-Asset-Formanagerin sofort mit dabei bin.
00:49:29: Macht es also wirklich durchaus Sinn hier auch zu investieren weil man eben das rendite Risikoverhältnis durch mehr Streuung mit Asien dann auch verbessern kann.
00:49:39: Wichtig die Risiken ausschalten kann man natürlich nicht Denn wir sind hier immer noch im Bereich Aktien unterwegs und eben teilweise auch Schwellenländer-Aktien.
00:49:49: Und die bringen immer ein bisschen mehr Risiken mit sich.
00:49:52: Wenn man sich als Investor diversifizieren möchte, macht das natürlich Sinn, ein bisschen von den USA wegzugehen, die ja sehr prominent vertreten sind im MSCI-Welt.
00:50:01: Die asiatische Region in sich ist ja auch wieder sehr divers.
00:50:05: Also da gibt es unterschiedliche Erwachsenungstreiber für die Gewinne der Unternehmen in diesen Ländern.
00:50:10: Das heißt, deswegen haben wir die Länder so lange und einzeln besprochen.
00:50:13: Weil sie so
00:50:13: unterschiedlich sind?
00:50:14: Da kann man natürlich auch einfach einen aktiv gemanagten Fonds kaufen wo der Fondsmanager die entsprechenden Gewichtungen vornimmt
00:50:21: Und dort Geld allokiert, wo er glaubt da am meisten Wachstum zu finden und spannendes Risiko-Rendite Profil zu finden.
00:50:28: Genau einige Länder in Asien sind eher zyklisch.
00:50:32: das heißt die Gewinne der Unternehmen doch hat wachsen vor allen Dingen dann wenn die Wirtschaft global wächst.
00:50:37: Und wenn wir so eine Krise haben, wie wir sie gerade im Iran sehen oder in Nahost dann hat man natürlich immer das Risiko dass sich diese Krise in einer Rezession übersetzen könnte.
00:50:47: Hätte man dann wirklich eine stotternde Weltwirtschaft, dann sind diese zyklischen asiatischen Märkte weniger attraktiv.
00:50:53: Dann würde man sich eher die defensiven Märkte raussuchen?
00:50:56: Am Ende ist es eine Frage der Verantwortung.
00:50:59: Wie viel man allokieren möchte wie man sich selbst entscheiden möchte natürlich immer mit Berücksichtigung von Risiken.
00:51:06: aber gerade bei Ländern wie China ist investieren alles andere Als einfach, denn es gibt auch unterschiedliche Shares.
00:51:17: Kannst du hier dazu was erklären?
00:51:19: Zum einen hat man natürlich Hongkong, dann hat man in Hong Kong gelistete Unternehmen aus Festlands China im HSCEI Index.
00:51:28: das sind die sogenannten Red Chips also anders als die Blue Chips.
00:51:32: Und dann hat man natürlich in Festland, China auch verschiedene Märkte, Shenzhen und Shanghai mit den sogenannten A-Share.
00:51:39: Also nicht H sondern A-Sharce die aber eigentlich klassischerweise den lokalen Investoren vorbehalten waren.
00:51:48: das wird mittlerweile so ein bisschen gelockert.
00:51:49: also aus Ausländer kann man in die in die sogenannten Ashares investieren.
00:51:53: Aber es gibt eine Fülle an Indizes Die auch jeweils unterschiedlich zusammengesetzt sind und man muss genau wissen Welche Unternehmen in den Indizes Schwergewichte sind, um zu verstehen von welchen Faktoren sie beeinflusst werden?
00:52:05: Also
00:52:06: in China zu investieren ist es nicht das gleiche wie in die USA.
00:52:11: Es ist ein großes Gebäude mit mehreren Eingängen aber nicht jeder Eingang jedem Investor auch zugänglich.
00:52:19: So ist es ja!
00:52:20: Jetzt haben wir wieder viel über mein Lieblingsthema Diversifikation gesprochen und wenn wir das machen Bist ihr ja?
00:52:27: Möchte ich auch immer noch mal einen Schritt weitergehen und nicht nur über Aktien sprechen, sondern bei Diversifikationen nicht innerhalb dieser Anlageklasse-Aktien bleiben.
00:52:36: Sondern auch ein bisschen darüber hinaus gehen oder über verschiedene Anlageklassen sprechen.
00:52:40: Und da wären wir bei asiatischen Anleihen.
00:52:44: Wenn wir uns unsere internen Renditeprognosen für asiatische Schwellenländeranleihen ansehen, dann sind wir hier auch bei ca.
00:52:53: fünf Prozent... Durchschnittliche Rendite pro Jahr auf die nächsten sieben bis zehn Jahre.
00:53:01: Prozent Schwankungsintensität.
00:53:04: Also auch hier sieht man wieder, es ist ein durchaus attraktives Investment.
00:53:08: also insofern als Beimischung so im Multi-Esset-Kontext absolut interessant.
00:53:14: Meinst du soll ich mir ja wieder eine Anlei kaufen?
00:53:17: Du magst ja mittlerweile auch Anlei!
00:53:18: Ja alles auf
00:53:19: Aktienkarteile.
00:53:20: Genau die werden ziemlich spannend auch in dieser Region.
00:53:25: wir sind jetzt doch am Ende unseres Bruttkas angekommen.
00:53:28: das war Super spannend heute Lilian hier, dich dabei zu haben.
00:53:32: Lass uns erstmal alles zusammenfassen!
00:53:35: Erstens Asien ist kein homogener Markt sondern besteht aus vielen unterschiedlichen Ländern die in ihrer wirtschaftliche Entwicklung von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden.
00:53:45: Zweitens
00:53:46: Asen steht für hohe Wachstumsdynamik gleichzeitig gilt aber schnelleres Wachstone kann auch mit stärkeren Schwankungen und höheren Risiken einhergehen.
00:53:56: Und drittens In globalen Indizes wie dem MSCI-Welt spielt Asien nur eine Nebenrolle.
00:54:04: Wer die Region oder eben auch einzelne Länder stärker im Portfolio haben möchte, der sollte sie gezielt ergänzen!
00:54:12: Wie groß dann dieser Anteil ist?
00:54:14: Das entscheidet jede und jeder für sich selbst – eben wie immer abhängig von den eigenen Zielen.
00:54:23: Lillian, das war eine tolle Zeit mit dir.
00:54:25: Vielen Dank!
00:54:26: Wir laden dich wieder ein damit du uns einen Update gibst.
00:54:30: Ganz lieben, lieben Dank liebe Lillien?
00:54:32: Ja sehr gerne und vielen Dank an euch.
00:54:34: hat viel Spaß gemacht.
00:54:35: Bleibt dran bleibt inspiriert und bleibt investiert bis zum nächsten Mal.